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Laufberichte
106. 8. Moormarathon bei Goldenstadt am 29.08.2010
01.09.2010 14:43:03

Mein 5ter Moormarathon am 29.08.2010 in Goldenstedt.




                                            von Heinz Helmuth Kohl






 Nach meinem Laufabenteuer von Leipzig, hatte ich 3 Tage „Ruhe und Regeneration“ eingelegt.  Am 4ten Tag begann ich dann wieder mit einem 2 Rundenlauf an meiner Trainingsstrecke.  Auweia! Die ersten 5 Km waren so was von schwer, dass es mir unbegreiflich schien wie ich überhaupt so viel laufen konnte und tue, ja sogar 24h. 







Die 2te Runde ging dann schon wieder besser und konnte mich schon wieder täglich steigern..




Allerdings meine kluge Entscheidung in Leipzig bei km 70 aufzuhören hat mir mein Body wie nachfolgend zu erkennen ist hoch „angerechnet“




Meine Osnabrücker Lauffreundin Maria Rolfes lief genau wie ich 2003 ihren ersten Marathon.  Dies mit dem kleinen Unterschied, Maria lief den hier beim Moormarathon and I am 27.04.2003 in Hamburgo.  Unseren 93sten liefen wir zusammen beim 24h Lauf am Seilersee dieses am 25.04. dieses Jahr.  Dabei stellten wir dann wiederum fest, dass wir auch unseren Ersten und 24h Lauf zusammen unbekannter Weise hier in Delmenhorst gelaufen waren.  Bei so viel läuferischen Gemeinsamkeiten sagte ich dann spontan zu, als Maria meinte den 100sten könnten wir dann ja auch zusammen laufen.  Der sollte dann auch in Goldenstedt beim Moormarathon sein.  Da ich den eh laufen wollte war das ok., nur bis Ende August „nur“ 7 Maras zu flitzen, na da wäre meine Marathonplanung für 2010 durcheinander geraten.  Da hatte Maria ein Einsehen, so lief ich meine Number 100 bereits bei den 24h in Delmenhorst.






Versprechen soll man einhalten und so tuckerte ich ganz sinnig am Samstag Abend nach Feierabend mit meinem mobilen Kanzleramt gen Süden Kurs Goldenstedt ins finstere Moor.








Gegen 21.00 Uhr trudelte ich da dann ein und hatte natürlich den Vorteil mal wieder meinen Logenplatz vom Vorjahr einnehmen zu können.  Nach all den Wettereignissen der letzten Tage hatte ich schon Bedenken ab das überhaupt was wird  mit der ganzen Veranstaltung am nächsten Tag.  Nun war ich erst einmal hier.  Meiner „Familienministerin“ Maria hatte ich durchgefunkt :  Dein Altkanzler ist gut angekommen.  Nach einem kleinen Abendessen und 2 schönen Servecas ( man gönnt sich ja sonnst nichts!!) ging es dann früh in die Koje.  Was dann in the night von oben an Aqua auf mein Kanzleramt fiel, lies mich nichts Gutes hoffen for the next day.  Der „Logenplatz“ beinhaltete  5 Meter neben mir die Toilette und 5 Meter weiter die Dusche.   Einfach ideal.






Geschlafen hatte ich leider nicht besonders gut, eine Erklärung gab es da für mich nicht. 




So bin ich dann um 07:00 Uhr aus meiner Koje gehüpft.  Es hatte tatsächlich aufgehört mit den starken Regenfällen, nur vereinzelt kam da was herunter.  Nach einem kleinen Frühstück begab ich mich dann zur Startnummernausgabe. Viele bekannte Laufgesichter konnte ich schon erkennen, darunter auch Wolfgang Weitkämper, Wolfgang Kieselbach, Rene Wallesch und auch Hajo Maier.  Rudi „Rastlos“ Harnisch the walker from Delmenhorst, lief mir auch über den Weg.                                                                            





Rudi "Rastlos" & Altkanzler



Die Altherrenriege......                                             




Wie immer strahlte mal wieder über das ganze Antlitz meine Lauffreund aus OS die Schwarz/Weise Socke HaWe Rehers als er seinen Altkanzler erblickte.  Vor lauter stürmischer Begrüßung vergaß ich ganz ihm zu seiner grandiosen Leistung bei seinem ersten Tripple zu gratulieren.  Da ich aber weis, dass er gerne meine Reports liest, so an dieser Stelle mein lieber HaWe Congratulation zu dieser Leistung aus dem „Kanzleramt“.





Na endlich gefunden die Maria kurz vor dem Start. Wolfgang staunt, Johann guckt in die Sterne, der andere Wolfgang hat sich versteckt.




Die wichtigste Person an diesem Tage Maria war noch nicht zu sehen, doch kurz vor dem Start stand sie plötzlich neben mir. Paparazzi Gerhard Kotmann lies sich dies nicht entgehen und schoss sofort eine Picture vor ever.  Dummer Weise hatte ich zwar meine Kamera dabei, aber in der Hektik der letzten Tage auch durch Beruf, hatte ich vergessen die Batterie aufzuladen.  Gerhard stellte mir dann in freundlicher Weise seine Fotos zur Verfügung.  Thank’s  Gerhard !







"Papparazzi" Gerhard Kotmann.





Die OS Marathongang only maria is missing






                                                        D e r  L a u f.






Erstaunlicher Weise hatte es wirklich aufgehört zu regnen.  Das Starterfeld ist ja immer recht groß, da die halben Portionen,- sorry ich meinte die Halbmarahonis, ja hier mit rennen.  Nachdem die sich die Strecke einmal angesehen haben, haben die dann die Nase voll und entfernen sich, während die Anderen dann gerade auf den Geschmack gekommen sind und die 2te Runde angehen. 






Kurz nach dem Start







Höhenmeter sind zwar hier keine vorhanden, dennoch ist die Strecke sehr anspruchsvoll, besonders Heute da doch ziemlich viele große Pfützen, ja manchmal sogar kleine Seen zu umrunden waren. So wunderte ich mich dass ich bei km 5,  00:31:34 auf meiner Uhr hatte.  Bei km 10 hatte ich eine 01:05 auf meiner Uhr und war sehr überrascht.  Bei km 13 konnte ich sogar Hajo wieder passieren.  Dies hielt aber nicht lange und Hajo machte seiner „Vormachtstellung“ alle Ehre und zog bei seinem heutigen 900sten!! reinen Marathon wieder von dannen. Allerdings brachte mir das eine sehr gute Zwischenzeit auf die Hälfte von 02:16 ein. Dieses hatte ich zuletzt im März dieses Jahres in Antalya als ich mit Türken  Mike bis km 30 ein lockeres „Lauf,- und Gott und die Weltgespräch“ führte.  Zum Teil dabei noch 100MC Mitglied Franz Schwengler.  So ging es dann locker in die 2te Runde.  Da ich nun der Letzte war bekam ich natürlich mal wieder Begleitschutz in Form eines Fahrrades das von Ortlep gelenkt wurde.  Jawohl der heißt so.  Bei dem km Stand konnte ich keinen Zungensprecher mehr gebrauchen und wir einigten uns auf Otto.  Otto erzählte ich dann davon dass dies für mich schon normal ist mit der Fahrradbegleitung,  Wilhelmshaven und Koblenz sogar mit Polizeischutz!.  Auch dass ich am Ende in beiden Läufen nicht der Letzte war.  Denn bekanntlich ist ein Marathon ja erst zu Ende bei km 42,195  Gelle!







Otto war Kumpel, fragte er mich doch so bei km 30 ob ich etwas Wasser haben wollte.  Ja gerne, sagte ich aber das dauert ja noch bis zum letzten VP.  Das ist kein Problem, kannst du auch jetzt schon haben, so Otto.  Fuhr ca.200 Meter vor stellte sein Fahrrad ab und holte eine Flasche Mineralwasser aus seinen Seitentaschen und hielt mir einen großen Becher mit Wasser hin.  Nach den vielen süßen Iso Getränken war das ein richtiger Genuss.  Otto bekam über Handy einen Anruf und es hatte sich Jutta aus OS verlaufen und die brauchte nun Hilfe. Nun war ich wieder meinem Schicksal selbst überlassen.





Moorrunning pur.




Moorlauflandschaft 2010
Vor mir sah ich nun schon einen anderen Läufer und hatte nun wieder ein Ziel, mal sehen wer das ist.  Ganz in Black mit Yellow VHV, da ahnte ich schon wer da vor mir kämpfte.  Diese Situation hatten wir doch schon vor ein paar Tagen in Bad Pyrmont.  Das war so bei km 33 und mit togehter hand in hand ins Ziel jumpen war heute nichts drin, c’est la vie.  Wolfgang nett begrüßt, dito von Wolfgang und weiter ging’s.  Im Wald fand ich dann meine nächste Herausforderung.  Ein Lauffreund den ich von der Null her kenne.  Ist da schon über 10x geflitzt.  Ist auch Besitzer eines legendären Magister Leibchen in Red. (Habe ich auch bald.)


Ihn passierte ich in dem „schönen“ Wellenbereich wo man von Laufen kaum reden kann. 








Nun war ich auf dem Plattenweg angelangt wo einigermaßen gutes Laufen wieder möglich war.  Was sehen da meine Adleraugen!? One man with a red shirt and a black pant.  Meine Vermutungen wurden bestätigt als ich an ihm vorbei bretterte!!  Hey Helmuth was ist mit dir los??, hast den Turbo angeworfen??  Ja sicher, aber nur einen habe noch einen auf Reserve meine Antwort und wech was I.  Hatte sich der Selbe noch in Bad Pyrmont sich köstlich amüsiert über meinen, den  „schönsten Läuferbauch“ in der Marathon Szenerie. Das da 2 Turbos drin schlummern konnte er dann heute einmal feststellen.





Nicht zu vergessen unsere fleißgen Helfer!!







Ja es lief gut und ich fing an zu rechnen.  Hamburg 2003 mein erster Marathon in 04:49:59 gefinnisht.  Es wäre ja der Hammer, wenn ich heute 7 Jahre und 4 Monaten und später die selbe Zeit laufen würde und das auf diesem Untergrund.  Aber es kam noch besser.  Mit „grandiosem“ Empfang ins Ziel eingelaufen in 04:47:57 also 2 Min. 2 Sek. schneller wie 2003.




Immerhin liegen zwischen beiden Marathons HH 2003 und Goldenstedt 2010   104 Marathons und Ultras und 15.817,54 km! und 5 Kilo !(nur Muskeln) mehr auf den Rippen. Das alles ohne bleibenden Schaden überstanden, da kommt doch Freude auf und wäre auch ein gutes Argument gegenüber den Marathongegnern.






Schluckspecht Laufgenosse Rene







Dann gab es eine wunderbare heiße Dusche im Duschmobil der Malteser Hilfsorganisation und danach mein obligatorisches Erdinger Alkoholfrei.  Meine Urkunde oder auch Abwesenheitsbeweis für meine Maria abgeholt.






Dann Maria aufgesucht und ihr gratuliert zu ihren 100sten wie sich das gehört.  Maria hat mir dann auch ihren Manager Franz vorgestellt, auch ein netter Erdenbürger der seine Maria voll unterstützt bei ihren Laufabenteuern.  Das 100ter Ereignis wurde natürlich mit einem Gläschen Sekt begossen.





Maria kurz vor ihrer Number 100.







Danach verabschiedeten wir uns alle untill our next run together, somewere sometime.















Dann trat ich gemütlich meine Heimreise an und konnte ohne Stress und Stau gegen 19.00 Uhr at home eintrudeln. Wo schon Maria und ein schönes kühles Blondes auf mich warteten.                    Nun freue ich mich schon aus die 24h von Bernau 11.12.09.10






Heinz Helmuth Kohl




oder auch




Altkanzler






 




Der Abwesenheitsbeweis oder auch Lohn der Arbeit im Moor.




Heko.










 

105. Die 100 KM von Leipzig am 14.08.2010
18.08.2010 12:41:35

105. Die 100 km von Leipzig am 14.08.2010




von Heinz Helmuth Kohl




Also an Vorbereitung für diesen 100 km Ultralauf bei Andre Dreilich hatte es ja wohl nicht gefehlt.  Im Mai 4 Marathons und 1 Ultra, 50,8 km.  Im Juni 2 Marathons plus die 24h von Delmenhorst, sowie im Juli 2 Marathons und ein Ultra über 50 km. Die Georgsmarienhütter Null sollte ja eigentlich ausgereicht haben für dieses Leipziger Vorhaben. Nach Bad Pyrmont am 31.07.10 hatte ich mir ja eigentlich eine Regenerationspause verordnet!!.








So sind wir dann , meine Maria and I, am 03.08.10 für eine Woche in die Heimat meiner Frau nach Oppeln/Polen zum Familientreff und „Urlaub“ gefahren. Aufgrund vieler Baustellen, Staus und auch einem Unfall in Polen sind wir dann erst abends gegen 23.00 Uhr in Polen eingetroffen. Dass Stechmücken ganz verrückt nach mir sind , da habe ich mich mit abgefunden.  Habe auch wirksame Mittel gegen die Biester.  Aber die in Polen sind besonders strong, die Mücken meine ich.  Da hat mich doch glatt schon nachts bei der Ankunft so ein Biest in den linken Handrücken gestochen und die Hand war tagelang geschwollen. Regeneration ist ja okay, aber eine Woche so ganz  ohne laufen, - nee dass ist schon hart.  So packte ich dann am Samstag den 07.08. meine Laufschuhe aus und zog sie an und begab mich auf die Piste.  Zum nächsten Ort waren es 5 km  und so lief ich einfach in diese Richtung. Habe nach exakt 45 Minuten gedreht und dann mit dem PKW die Strecke abgefahren. Es waren hin und zurück 13,4 km. und montags habe ich das dann wiederholt, um nicht ganz einzurosten..




Dienstag am 10.08.10 abends zurück und am Mittwoch morgen noch einen kleinen Lauf auf meiner Heimstrecke.  Freitag morgen rechtzeitig in Richtung Leipzig, allerdings über Berlin, wo ich um 11.00 Uhr einen Termin bei der Amerikanischen Botschaft zwecks Visum hatte.




Da ich den New York Marathon am 07.11.2010 gleichzeitig mit einem 2 Wochen Bildungsurlaub verbinden möchte, gelte ich als Student und benötige dazu dieses Visum.
2 Stunden Wartezeit und am Schalter bei der netten blonden Botschaftsangestellten zum Interview lediglich wie beim Boxen eine Runde: 3 Minuten.  In dieser Zeit habe ich dann versucht der netten Dame klar zu machen wie gesund marathon running ist.  Natürlich hatte ich dazu mein Angeber- Shirt vom Chicago Marathon 2009 an, das ich dann auch mit stolzer Brust zur Show trug.  Die Botschaftsangestellte war beeindruckt von so viel sportlicher Motivation, sowie von meiner Begeisterung, die ich für ihr Land ausdrückte.  „Mister Kohl ihrem Visum steht nichts im Wege für New York.“  Mit einem dicken „Thank’s!“ war ich dann verschwunden..




Da ich ja nun noch reichlich Zeit hatte um nach Leipzig zu kommen, ging ich erst einmal eine schöne Berliner Currywurst essen, an einer netten kleinen Imbissbude ganz in der Nähe.  Wenn man schon in Berlin ist, gehört das dazu!  Berlin hat die besten Currywürste.




Außerdem entdeckte ich an der Clayallee, nahe der Amerikanischen Botschaft, ein Alliierten- Museum, wo auch ein Original Rosinenbomber auf dem Ausstellungsgelände steht.

 Rosinenbomber aus der Luftfahrtbrücke nach dem 2ten Weltkrieg für Berlin.









Französisches Militärfahrzeug.




Spionagetunnel der Alliierten unter Berlins Strassen.





Altes Berliner Laufplakat 25 km.







Es ist eine sehr interessante Ausstellung mit „Check Point Charlie“ und vielem mehr aus der Ära des Kalten Krieges.




Danach trat ich dann in meiner Staatskarosse meine Dienstreise (Ohne Chauffeur !) nach Leipzig an und kam dort so gegen 16.30 Uhr an. Bei der Anfahrt zum Clubhaus des SC Auensee konnte ich dann als ersten Clubkamerad Karl Wolfgang Baumgartner sichten, der mir dann auch den restlichen Weg zum Clubhaus und Parkplatz erklärte.




Auch konnte ich die beiden netten Ultras aus Berlin, Bettina Keelau und ihren Partner Andreas Braun am Parkplatz begrüßen.  Nach einem netten kleinen small- talk begab ich mich dann zu der kleinen Turnhalle.  Aufgrund der weiten Reise entschloss ich mich dieses Mal ohne mein mobiles „Kanzleramt“ zu reisen und das Angebot in der Turnhalle zu übernachten anzunehmen.  Plötzlich tauchte auch mein blinder Lauffreund aus Houston/Texas, USA, Jeffrey Noris auf der ja bei Nürnberg lebt, auf. Er hatte keinen geringeren als den Transeurop Foot Race Gewinner von 2003 im Schlepptau. (oder auch umgekehrt), sowie den Teilnehmer und Nr.4 des TEFR 2009 Robert Wimmer aus Nürnberg.  Von Robert hatte ich ja nun schon viel gelesen und gehört, die TEFR auch verfolgt nun hatte ich die Möglichkeit ihn auch einmal persönlich kennen zu lernen.  Auch konnte ich die Eltern von Rene Strosny begrüßen und nach der Frage „Wo ist denn Rene?!“, antwortete mir Wolfgang, dass er wegen dem Spartathlon heute diese 100 km nicht laufen wolle.




Den Regierungschef der Lahmsoggen Nation H.D. konnte ich auch sichten, da er sichtlich ausgehungert schien und sicher auch wusste, dass es hier was zu mampfen gab.  Dazu gesellte sich noch unser Tiroler Lauffreund Hartmann Stamper, der sich auch mal an die 100km wagen wollte.  100 MC Mitlied Ralf Simon konnte ich ebenfalls begrüßen.




Das Nudelessen war köstlich und das dunkle Erdinger rundete das gute Essen dann ab.  Da wir ja nun auch früh wieder hoch mussten und ich auch immerhin seit 05.00 Uhr in Aktion war, ging es dann auch rechtzeitig in die Heia. 






In der kleinen Turnhalle, die Hälfte etwa von Kloster Oesede, schliefen wir mit ca. 30 Weiblein und Männlein.  Es war in der Nacht erstaunlich ruhig und man konnte echt gut schlafen.  Wecker braucht man bei solchen Unternehmen keinen, sondern irgendwann kommen die Ersten dann aus ihren Schlafsäcken gekrochen und man wird automatisch geweckt. 





Die Turnhalle, im Hintergrund Robert gerade aus dem Bett gehüpft.


Beim Frühstück konnte ich dann auch die Bekanntschaft von Marcel Heinig machen und er meinte dass er den Altkanzler ja schon kenne von den Berichten beim100 MC.  Auch ein sehr netter mit den „Füßen auf dem Boden“ gebliebener Extremsportler.






Nach dem guten Frühstück im Sportcasino ging es dann in Richtung Sportplatz, wo dann ja auch Start und Ziel waren. Schon um 05.30 Uhr herrschte hier reges Treiben und von Müdigkeit war hier bei keinem eine Spur zu erkennen.  Alle waren heiß auf den Lauf.





Altkanzler und Robert vor dem Lauf!





Hartmann meinte am Besten bleibe er in der Nähe des Altkanzlers, damit er sich nicht verlaufe.  Hat er aber nicht gemacht, und ich habe ihn im Lauf leider gar nicht gesehen. Obwohl er im Laufdress und Startnummer vor mir stand.  Aus irgendeinem unerklärlichen Grund hat er sich dann irgendwie in Luft aufgelöst.  Hoffe nun nur dass dies nicht so lange anhält !!




                                         D er  L a u f.




Gestartet wurde pünktlich um 06.00 Uhr auf dem 10 km Rundkurs.  Auch die 50 km Läufer starteten mit uns zusammen.  Erfreulicher Weise traf ich dann auch dort noch auf eine Läufergruppe aus meiner Heimat, dem Rheinland aus Koblenz.  Auch sie waren überrascht hier einen Alt Bendorf / Sayner zu treffen bei diesem Ultralauf.




Ausgerechnet hatte ich mir eine Zeit von 01:15 pro Runde, also 10 km.  Somit war ich in der ersten Runde mit 01:12:03 eigentlich zu schnell.  Runde 2 mit 01:14:04 passte da schon besser in meinen Plan.  Verpflegungsstellen gab es 4 auf der Strecke, da man alle 2x pro Runde anlief also somit 8. Mal konnte man feststellen, dass hier ein erfahrener Ultra die Leitung hatte.  Denn es fehlte für uns Läufer auf der Strecke an den V-Punkten nichts.  Sogar an Haferschleim und Pellkartoffeln hatte man gedacht!!




So ab km 5 gesellte sich ein 100 MC Mitglied, das ich noch nicht kannte, zu mir.  Er sei aus Weimar und heiße Jürgen.  Wie ich der Meldeliste entnehmen konnte, musste es sich hier um Jürgen Kalkowski handeln.  Wir unterhielten uns locker und liefen so ca 3 Runden zusammen.  Den Lahmsoggen Häuptling hatte ich schon vermisst, als er mir bei km 11 entgegen kam "Nanu dachte ich, Hans ist aber langsam heute.“  Aber das war nur Taktik des alten Hasen, denn bei Km 14 versägte er dann den Altkanzler.  Karl Wolfgang Baumgarten war auch gut drauf und setzte sich gleich nach vorne ab.  Verwundert war ich plötzlich so in Runde 3 glaube ich, als Rainer Koch an mir vorbeifegte, da ich ihn gar nicht in der Meldeliste gesehen hatte.  Es war schon ein tolles Gefühl hier in einer relativ kleinen Runde mit Weltklasseläufern auf der Piste zu sein.  Alleine schon 2 Trans Europ Foot Race Gewinner. Wann hat man schon einmal diese Gelegenheit?  Dies nutze ich dann auch aus für ein schönes Pictures together mit den beiden Gentlemen,- aber erst später.   In Runde 3 wurde ich schon etwas langsamer und kam in 01:19:09 über die Linie.  Das war allerdings noch genau in meinem Plan; 30 km in 03:45. Runde 4 hatte ich dann in 05:12 beendet.  Da ich einige Marathons bei Hitze usw. auch schon um die 05:30 gelaufen war, war ich ja eigentlich gut in der Zeit.  Von Runde 4 auf 5 hatte ich dann allerdings einen Einbruch und musste richtig kämpfen.  So lief ich Runde 5 und 6 konstant mit 01:37.






Mein pers. Rekord im 6h- Lauf war ja in Troisdorf 48 km.  Nun hatte ich heute die 48h erst nach 06.31.  Dennoch sagte ich mir, dies ist ja nun ein 100km Run und du hast noch 6,5 Stunden Zeit.  In Runde 6 ging es dann wieder etwas besser und ich hatte schon die Hoffnung bald wieder etwas besser laufen zu können.  In Runde 7 überholte mich dann das Pärchen Bettina & Andreas aus Berlin.  Beide im selben Dress, also Partnerlook, sahen sie echt gut aus. Sie liefen beide synchron und alle Achtung, so sind sie dann auch die ganzen 100 km zusammen gelaufen.  Es war schon very beeindruckend wie der spätere Sieger, der Japaner Hirofuni Oka an einem vorbeiflog, um dann in 07:19:19 den Lauf nach 100 km zu beenden. Ebenso die spätere Gewinnerin Antje Krause in 08:17:54.  Auch Marika Heinlein hatte immer ein Lächeln und einen kleinen Gruß für mich übrig, was einen dann doch schon erfreut. Ebenso eine Saarbrückerin namens Ulrike, die immer wieder Motivationsspritzen versendete, wenn sie mir entgegen kam. Trotz all den netten Hilfen war es für mich kein Laufen mehr, und ich fing mich an zu quälen und es hat auch keinen Spaß mehr gemacht.  Meinem Grundprinzip „Kämpfen: Ja, Quälen: Nein“ bin ich dann gefolgt und habe nach 7 Runden, 70km, den Lauf für mich beendet.  Im Kopf war ich völlig klar, aber mit den Beinen war nichts mehr zu machen.  So habe ich dann den Lauf als Trainingslauf für die 3te Auflage meines 24h Laufs von Bernau am 11.09.2010 eingestuft.






Mein Laufpartner Jürgen setzte sich zwischen Runde 4 und 5 von mir ab.  Wie ich aber erfahren habe, ist er vor mir ausgestiegen.  Karl Wolfgang war bemüht mich bei der „Stange“ zu halten, mit: „Helmuth, na es läuft doch wieder?“ usw.  Dies war immer wieder eine nette Geste, aber in dieser Form hatte es keinen Sinn weiter zu laufen.  Dazu kam auch noch, dass sich ein „Wolf“ eingeschlichen hatte und der wollte nun die ganze Zeit mitlaufen und das war auch nicht in meinem Sinne!  So beendete ich dann den Lauf nach 10:28:33 und 70 km auf der Uhr.  Außer dem lästigen Wolf hatte ich allerdings keine nennenswerten Verletzungen.  Nachdem ich mich dann wieder hergerichtet hatte, begab ich mich ins Festzelt, aß eine Wurst und Suppe und genehmigte mir ein schönes Erdinger Dunkel.  Robert Wimmer und Jeffry Noris gesellten sich zu mir an den Tisch und wir hatten noch sehr schöne Laufgespräche.  Robert bat mich dann bei der Siegerehrung ein paar Fotos zu machen mit seiner Kamera, was ich dann auch gerne tat. 





Die bayrischen Meister 2010 im 100 km Lauf.







Siegerehrung gesamt 1. Hirofuni Oka, 2. Dr. Stefan Hinze, 3. Rainer Koch.




Altkanzler & TEFR Gewinner 2009 Rainer Wilfrid Koch





Nun nutzte ich die Gelegenheit mich mit den Beiden TEFR Gewinnern auf einem Picture zu verweigen.



Umgeben von so zwei Laufgiganten, da fühlt sich der Altkanzler wohl!!




TEFR Gewinner 2003 Robert Wimmer & TEFR Gewinner 2009 Rainer Koch.




Im Hintergrund am Zelt die Gewinnerin der Damen Antje Krause mit 08:17:54.







3 schnelle Damen auf der 1 Marika Heinlein.




Es gab dann noch viele Ehrungen und abends noch ein gemütliches Zusammensein mit denen, die sich entschlossen hatten hier noch bis Sonntag zu übernachten.  Zu denen gehörte ich dann auch, denn nun noch 467 km alleine nach Assel zu fahren davon hielt ich dann doch nichts nach so einem anstrengenden Tag.  Am Sonntagmorgen frühstückte ich dann mit Rene Strosny’s Eltern Evi und Wolfgang und wir hatten noch eine nette Unterhaltung zusammen, wobei man sich auch etwas näher kennen lernen konnte. Übrigens hatte Wolfgang die Fahne der Strosny’s sehr hoch gehalten und Rene hier gut vertreten und hatte doch die 100 km in 09:46:34 gefinnisht.







Nachdem ich mich dann von allen verabschiedet hatte, begab ich mich auf die Heimreise und flatterte so gegen 15.00 Uhr wieder in Assel ein.







Fazit Alles in Allem ein sehr schönes Ultramarathon Weekend bei dem man etliche Bekannte wieder treffen  konnte und neue Lauffreunde kennen lernen konnte.







Ein großer Dank auch an das Orga Team die sich wirklich sehr viel Mühe gegeben hatten die Veranstaltung attraktiv zu gestalten, was auch sehr gut gelungen ist.  Man konnte feststellen, dass alle Helfer auch an den Streckenposten voll bei der Sache waren und die Läufer immer wieder ob deren Leistung lobten und anfeuerten 






Könnte mir vorstellen bei der 22ten Veranstaltung am 13.08.2011 wieder in der Turnhalle zu übernachten!?!?!




Letztlich vielen Dank auch an Andre der sein Debüt als Gesamtleiter hervorragend erfüllte.







Heinz Helmuth Kohl




(Altkanzler)

104. Bad Pyrmont Marathon 31.07.2010
01.08.2010 20:49:41







































Bad Pyrmont Marathon





von Heinz Helmuth Kohl



Ein Arbeitskollege, der auch ein sehr guter Marathonultraläufer war und sich 2003 auch beim Trans Europ Foot Race versucht hatte, erzählte mir immer wieder von dem Bad Pyrmonter Geländemarathon, der sehr schön und auch anspruchsvoll sei.  Geplant hatte ich den ja dann auch schon länger und dieses Jahr sollte das dann auch in die Tat umgesetzt werden.  Auf der Meldeliste konnte ich Laufgenosse Rene Wallesch ausfindig machen und nach einem kurzen Telefonat konnte ich ihn davon überzeigen, dass es besser und sicherer wäre beim Altkanzler in dessen Staatskarosse den beschwerlichen Way to Bad Pyrmont durchzuführen. .      So begab ich mich dann Morgens so um 07.15 Uhr ganz sinnig gen Harburg, mit dem Gefühl, beim losfahren eventuell doch etwas vergessen zu haben.  Wer kennt das nicht! Gedanklich alles durch gescheckt, die Tasche und Laufschuhe alles da, Papiere auch.  Dennoch dieses doofe Gefühl es könnte was fehlen, aber was?.  Nach 15 km wurde ich diesbezüglich fündig! der Fotoapparat!!Noch einmal zurück, nee Rene hat auch ne Kamera, dann „klaue“ ich mir paar Pictures von ihm.  Rene war pünktlich und im Handgepäck hatte er dann noch einen Bekannten, der es auch nicht zu Hause aushielt, Bad Pyrmont auch schon gelaufen war, aber wegen Trainingsrückstand sich für den 10 km Lauf entschieden hatte. Konrad, so stellte sich Renes Bekannter vor, und so verfrachtete ich Beide wie verabredet um 08.30 Uhr am Harburger S-Bahnhof in mein Nobelgefährt.  Die Fahrt war angenehm keine Staus usw., bestes Wetter und so gegen 11:00 Uhr waren wir vor Ort.  Dank Konrads Ortskenntnissen fanden wir auch schnell zum Start und Ziel Areal um unsere Startunterlagen abzuholen.  Als erstes fiel mir ein blau - weis kariertes Hemd auf als ich dann noch das obligatorische Brötchen in der Brusttasche entdeckt, dachte ich wenn ich nun 20 cm höher sehe müsste ich eigentlich in die Augen unseres Helmut Braun blicken.  Bingo gut kombiniert und stürmische Begrüßung: Helmut an Helmuth „Na bist Du auch hier, lange nicht gesehen aber noch erkannt!“ .         Auch mein neugewonnener Pinneberger Lauffreund Hans-Jürgen Hetztel war schon vor Ort und hatte auch schon seine Startunterlagen.  Dann gingen wir noch mal zurück zu unserem Wagen um uns dort auch noch umzuziehen.  Dabei konnte ich dann aus der „Ferne „ Wolfgang Schwabe erblicken und begrüßen.  Wolfgang sollte ich allerdings Heute noch öfter sehen.  Mein Auto hatte ich dann umgestellt in die Nähe von Hans Jürgen und so begaben wir uns dann gegen 12.30 Uhr in Richtung Start.  Sah ich doch plötzlich eine schwarze und weiße Socke und dachte mir da kann nur HaWe Rehers mein Lauffreund aus Osnabrück drinstecken.  Die schwarz weiße Socke stand dann mit dem Rücken zu mir da er ihm Kofferraum etwas suchte.  Da schlich ich mich von hinten an ihn heran und zog einmal an seinem kurzen Hemd.Ha.We. war ganz verblüfft und als Begrüßung hörte ich erst einmal „Hallo mein Altkanzler, aber du hättest dich auch mal wieder rasieren können!“  Nachdem ich die näheren Gründe Ha.We. erklärte, z.B dass ich mich niemals kurz vor einem Marathon rasiere war das Thema dann vom Tisch.  „Gerd sucht dich schon“, Ha.We’s nächste Feststellung.  Gerd Junkers hatte vor Wochen eine Meniskusoperation und war lange nicht mehr gelaufen. .




Heute wollte er den Meniskus einmal testen! Die Strecke war ja ideal!! dafür..........




Auf der Suche nach Gerd konnten wir nur seine Frau erblicken die mir Ha.We. vorstellte.  Von Gerd keine Spur.  Plötzlich konnte ich Gerd sehen, wo ? natürlich da wo es was zu futtern gab.  Somit ist mir jetzt klar warum Gerd so gerne zu Laufveranstaltungen geht.  Zu Hause wird er kurz gehalten und hier schlägt er dann unbeobachtet zu!!  Nun hatte er endlich seinen Altkanzler entdeckt, wollte er mir dann seine Frau vorstellen, musste aber feststellen, dass da Ha.We. ihm zuvor gekommen war.  Dann hat der Eumel sich noch über meinen hart erarbeiteten einmaligen Läuferbauch amüsiert (Neid der Besitzlosen), darunter „leide“ ich noch heute.  .    Nun ging es so langsam zum Start.




D e r   L a u f



Der Start befindet sich mitten im Kurzentrum und man läuft dort zwischen einer großen Restaurant Passage vorbei raus aus der Stadt.  Zunächst leichte Anstiege über so einen verwachsenen Wiesenweg immer höher.  Nach ca. 2 km entschloss ich mich dann doch die nächsten Steigungen zu gehen.  Bereits nach 5 km war das Hauptfeld verschwunden und mir war klar, bis auf ein paar wenige Begegnungen wird das heute mal wieder ein very lonely run. .   Allerdings war es sehr gut ausgeschildert und auch etliche Streckenposten an den wichtigen Stellen.  Alle 5 km war eine Distanzangabe und was ich auch gut fand, auf einer längeren Passage durch den Wald standen öfters kleine gelbe Hinweisschilder wo man doch sicher war, lange nichts mehr gesehen aber dennoch richtig.  Im Grund kann man den Lauf mit der GMH Null vergleichen. Einzige Unterschiede:  Es ist besser markiert, man läuft nur auf festen Wegen uns es gibt mehr Verpflegungsstellen.  Überhaupt die Verpflegungsstellen waren immer gut besetzt und eigentlich fehlte uns Läufern nichts.  Das Wetter spielte auch mit es waren für mich persönlich die besten Wetter, -und Temperaturverhältnisse. . 
Nach 10 km hatte ich 01:12:24 auf meiner Uhr.  Diese Zeit nach diesen 10 schweren Kilometern, das hatte mich doch überrascht.  Zu Hause auf meiner Trainingsstrecke, total flach, laufe ich so um die 01:05  bis  01:10. für die ersten 10km.  Bei ca, km 12 lief weit vor mir eine Läuferin in Schwarz.  Langsam kam ich näher und bemerkte dass es sich um eine relativ junge Läuferin handelte.  Sie war schon etwas am kämpfen und ich erkundigte mich nach ihrem Wohlergehen.  Sie meinte sie ist okay nur es ist doch sehr schwer. .  Da erzählte sie mir, das dies heute ihr erster Marathon sein und sie auch gar nicht viel, trainiert habe.  Da gab ich ihr noch ein paar Tipp’s und zog so langsam von dannen.  Kurze Zeit später bretterte sie dann an mir vorbei, ich dachte dann, na wenn das mal gut geht..  Mein Tempo lief ich ruhig und besonnen durch und bei km 20 war sie dann hinter mir nicht mehr zu sehen.  Dafür sah ich kurz vor km 25 eine schlanke Gestalt ganz in black vor mir, sogar schwarze Kompressionsstümpfe.  Hatte da schon eine leise Vorahnung die sich dann auch bestätigte, als ich dichter aufschloss.  Es war der 100MC Kamerad Wolfgang Schwabe.  Wolfgang meinte ihm gehe es nicht so gut heute, da er wegen eines Fersensporns längere Zeit nicht trainieren und laufen konnte. So lief ich dann alleine weiter und Wolfgang meinte das wird heute mit mir nichts.  Wolfgang hatte ich schon aus der Sicht verloren, als ich mich jedoch in dem Abschnitt so bei km 28 befand, das lange Stück ca. 300 Meter steil, hinunter hörte ich dann plötzlich laute Schritte hinter mir.  Da bretterte Wolfgang wie so ein junger Hirsch an mir vorbei und meinte „Mensch Helmuth Berg runter geht das und da habe ich keine Probleme.“ .       Auf der Geraden konnte ich das dann wieder zurückerobern und so ging das immer so weiter.  Berg runter war Wolfgang vorn, auf der Geraden haben wir uns dann abgewechselt.  So möchte ich das dann auch darstellen. .  Ab km 35 hatte ich einen großen Vorsprung und ich konnte Wolfgang lange nicht mehr sehen.  Aber sagte ich mir der Marathon ist bekanntlich erst nach 42,195 km zu Ende und auf 7 km kann noch so einiges passieren.  Dies vor allem wenn dir so ein alter Fuchs wie Wolfgang im Nacken sitzt.  Damit sollte ich auch Recht behalten.  Nach 32 km hatte ich 04:12 auf meiner Uhr. Na da kam Hoffnung auf noch im Zeitlimit zu finishen.  Hatte ich nicht zu Anfang bei diesen Steigungen große Bedenken in 05:30 im Ziel zu sein, wurde ich plötzlich noch so richtig beflügelt.  Hätte ich das nicht geschafft, so wäre es für mich kein Riesenproblem gewesen und ich hätte den Lauf als Trainingslauf abgeharkt. .   Aber nun sah die Sache doch schon anders aus.  Außerdem hatte ich ja Wolfgang noch im „Nacken“.  Was man sich erarbeitet hat, sollte man nicht so schnell und leichtsinnig aufgeben.  Die letzten 3 km geht es ja eigentlich nur noch den Berg hinunter.  Da Wolfgang ja nun schon zum 10ten Male hier durchlief, hatte er ja sozusagen Heimvorteile.  Diese nutzte er dann auch echt gut aus, denn auf einmal sah ich ihn hinter mir den Berg runter wieder angebrettert kommen. . Bei diesem Kilometerabschnitt eines Marathon, bringt den Altkanzler nichts mehr aus der Ruhe.  So lief ich mein Tempo weiter mit dem Wissen, gleich wird es ja wieder flach und dann könnte ich wieder aufholen.  Genau so kam es dann auch und ca. 200 Meter vor dem Ziel vor der Zielgeraden hatte ich Wolfgang wieder an meiner Seite. . Nun sah ich keinen großen Sinn darin durchzubrettern nur um eine Minute vor Wolfgang im Ziel zu sein.  Ich nahm Speed raus und sagte zu Wolfgang: "Komm 16 km haben wir zusammen gekämpft und jetzt laufen wir auch together hand in hand ins Ziel".  Diese Einladung fand Wolfgang nicht schlecht und so ist es denn auch geschehen.                Beide sind wir so noch gut mit 05:24:48 im Ziel. noch unter dem Limit gewesen. .

Das alles mal wieder ohne irgendeine Verletzung da kommt doch Freude auf.  Übrigens hat meine nette Laufpartnerin der ersten 15 km Jutta ihren ersten Marathon finnishen können in der schönen Zeit von 05:44:44,4 !!  Gratulation.      Von den beiden Tandemsiegern Schwabe – Kohl hat dann marathon4you Starreporter   Bernd Neumann auch ein schönes Picture for ever geschossen.    Zu sehen bei Marathon4You. .

Direkturkunden gab es dann auch noch vor Ort und nach einer schönen erholsamen Dusche haben wir dann , Rene, Konrad, Hans-Jürgen and I am See bei den Enten gesessen und auf Einladung von Hans-Jürgen noch ein schönes eiskaltes Erdinger Alkoholfrei einverleibt. .


Die Nachhausefahrt verlief problemlos, keine Staus usw. und um 23.00 Uhr setzte ich Rene und Konrad in Harburg ab. Kurz nach 24.00 Uhr konnte ich dann at home, con una serveca den Erfolg begießen.  Nach so einem Lauf am nächsten Morgen ohne Muskelkater aufzustehen ist doch eine tolle Sache und zeigt doch wie gut man drauf ist.       Man kann aber sehen wie wichtig und entscheidend die gesamten Umstände bei so einem Lauf sich doch bemerkbar in der Leistung.



Am 06.06.2010 laufe ich im Segeberger Forst bei Hitze und flacher Stecke             in 05:29:47

Am 26.06.2010 in Allermöhe nach 10 Stunden Arbeit in die Nacht hinein             in 06:03:30

Am 11.07.2010 an den Teichwiesen bei 32° (Bestzeit 05:07:46)                                in 05:51:22.




Dann in Bad Pyrmont mit all den Bergen in  05:24:48.



Fazit des Ganzen: Jeder Lauf ist ein Gewinn wenn auch nicht der Beste aber im Gesamtbild dann schon.


Heinz Helmuth Kohl




Lohn der Arbeit oder das Alibi.











 

103. Meine 7te Null in Kloster Oesede 18.07.2010
22.07.2010 00:54:19

Meine 7te Null in Kloster Oesede







Von Heinz Helmuth Kohl




Man könnte auch sagen es war eine himmlische Null an diesem 18.Juli 2010.








Die Zahl Sieben ist ja eine göttliche Zahl, zum Beispiel legte Gott 7 Tage fest für eine Woche unserer Zeitrechnung.  Diese Jahr ist die 7 auch eine besondere Zahl in meinem Läuferleben.




So war bei meinem Lauf zum 100sten Marathon von mir auserwählt der Delmenhorster 24h Run.  Das war deren 7te 24h Ultralaufveranstaltung.  Ebenso war es mein persönlicher 7ter 24h Lauf.  Alleine schon deswegen musste ich den 100sten in Delmenhorst laufen  . Heuer in Kloster Oesede war es dann auch meine 7te Null.  Außerdem stand  diese Null heute unter Gottes Segen, denn so wie wir alle am Ende des Laufes bei der schönen Abschlussfeier durch den Obernull Georg erfuhren, war der Kirchenkreis Osnabrück ebenso dabei, vertreten durch den Pastor Martin Steincke der die Höhen und Tiefen bei der Null auch unter seine Laufschuhe nahm.







Rechtzeitig zur Nudelparty drudelte ich ein mit meinem mobilen Kanzleramt.  Erfreulicher Weise war mein Standplatz vom Dezember noch nicht belegt .  Die obligatorische Begrüßungs Zeremonie konnte beginnen und es war wie immer, es wurden reichlich Erfahrungen ausgetauscht und wir waren alle in unserem Element.  Dabei war auch mal wieder unser bärtiger Bremer Stadtmusikant Helmut und auch Günter Tiedemann, der mich noch nachträglich zu meinem 100sten Mara. beglückwünschte, sowie noch etliche Andere aus dem Laufzirkus.  Nicht zu vergessen, so konnte ich auch das Team Cosibul begrüßen.  Unseren Ex Clubchef HaJo ludt ich ein, wie schon einmal hier in meinem Kanzleramt zu nächtigen.  HaJo nahm diese Einladung gerne an und nach vorgerückter Stunde und einigen Servesas im Bauch begaben wir uns dann in die Heya.  Es hatte schön abgekühlt und man konnte im Kanzleramt bestens schlafen .






Um 04.15 Uhr schlug auftragsgemäß mein Wecker Alarm.  Auch von HaJo konnte ich erfahren dass er bestens geschlafen hatte., das hatte ich auch lautstark manchmal vernommen.  Nach der Morgentoilette ging es dann zum frühstücken in die Turnhalle wo man ab 05.30 Uhr schon sich stärken konnte für das was wir heute vorhatten.  Beim Frühstück, das natürlich wieder keine Wünsche offen lies, saßen schon etliche und ließen es sich schmecken.  Von meinen Osnabrückern Lauffreunden konnte ich als ersten Maria Rolfes begrüßen, wenig später auch Günter Liegmann. Nur von der schwarz-weiße Socke (the runing eye doc) HaWe war noch nichts zu sehen.  So widmete ich erst einmal meinem Frühstück zu, das ja auch als Grundlage für mein heutiges Unternehmen very important war.  Bei einem Seitenblick (man muss ja alles unter Kontrolle halten) erspähte ich dann meinen Lauffreund HaWe aus OS.  Fröhlich und full power begrüßte er auch dann „seinen Altkanzler“.  Die Turnhalle wurde immer voller und draußen standen schon welche von den Frühstartern so um 05.15 Uhr.







 D e r   L a u f.




Ich ging dann noch einmal zu meinem WW und als ich heraus kam waren die alle verschwunden.  Na dachte ich mir, dann kannst du ja auch los düsen.  Georg der Obernull stand auch dort an der Strasse und so konnte ich mich von ihm auch ordentlich abmelden und lief mit seinem Segen los.  Einen jüngern Mann sah ich beim Vorbeilaufen mit seinem schwarzen Hund stehen und er meinte: “Was du läufst auch schon los, na dann komme ich doch mit.“  Gleich bei der 2ten Abbiegung rechts zu den Gleisen verlief der Große Berg, -und Talführer Heinz Helmuth I sich! Anstatt rechts abzubiegen, lief der Altkanzler geradeaus und treu wie ein Hund liefen mir Läufer und Hund hinterher.  Spätestens als wir vor einem Getreidefeld standen wussten wir that must be wrong!, also zurück.  Da sahen wir auch schon die 05.30 Uhr Starter ankommen.  Nun waren wir auf dem richtigen Weg und hatten auch Gesellschaft.  Also eigentlich doch nicht so Negativ dieser kleine Schlenker.  Die Temperaturen um diese Uhrzeit sehr angenehm und es sah auch vielversprechend aus für diesen Tag.  Kaum Wolken und man konnte den herrlichen Sonnenaufgang im Lauf erleben.  Wer jetzt noch in der Heija lag und pennte hatte diesen schönen Tagesanfang regelrecht verpennt und war selbst schuld.  So nach ca 5 km kam jeder in seinen persönlichen Laufrythmus und das Läuferfeld begann sich auseinander zu ziehen.  Bei mir persönlich lief es von Anfang an wirklich gut, ich fühlte mich gut und es machte Spaß.  Beim ersten VP waren dann ja alle noch dicht beisammen.  Am Aussichtsturm konnte ich dann Kurt Gormanns mit seiner netten Begleiterin sichten und begrüßen. 







Kurt war heute etwas verstärkt mit 2 Knüppel in den Händen, so wie ich ihn noch nicht gesehen hatte.  Ca. bei km 20 in einem kleinen Waldstück war wohl so ein privater VP den ich vorher noch nicht gesehen hatte, pirschte sich unser lieber Jobst an mich heran mit der freudigen Message, Hallo Heinz Helmuth ich habe mich gestern Abend vermählt.  Fand ich echt nett, dass er mir diese freudige Nachricht da in mitten der Natur und bei dem Lauf mitteilte.  Die besten Glückwünsche zu diesem neuen Lebensabschnitt meinerseits an ihn wurden dann auch freudig angenommen.






Besonders stolz darauf war Jobst, dass seine Frau ihn auch heute morgen pünktlich geweckt hatte, dass er auch rechtzeitig noch zu seiner Null kommt.  Meine Antwort war: “Jobst that must be love!!“  Und  schon war er wieder weg im tiefen Wald von Osnabrück dieser freie Herr von Jobst.  Mit respektvollem Abstand folgte ich ihm dann durch Täler und Höhen. 







So kurz vor 12.00 Uhr hörte unten aus dem Tal Kirchenglocken und dachte so bei mir, na wer ist nun näher bei unserem Schöpfer, die Leutschen da unten in der Kirche oder wir hier oben auf den Hügeln in der Natur an der frischen Luft unter dem wolkenlosen Himmel!?.






Auch Heiner Schütte konnte ich noch begrüßen, aber Heiner meinte er habe heute nicht seinen besten Tag, aber irgendwie komme ich schon durch.  Halt ein richtiger Kämpfer der Heiner.




Längere Zeit liefen 2 nette Läuferinnen mal vor mir mal hinter mir usw. wie das so geht oder auch läuft.  So zwischen km 23 und 24 gesellte sich ein jüngerer Läufer zu mir und wir kamen so ein wenig ins Läufergespräch.  Die beiden Läuferinnen auch immer noch in unserer Nähe.






Wie das manchmal, aber nur manchmal, so ist, laufen Männer den Frauen gedankenlos hinterher.  Prompt geschah dies auch heute so und plötzlich stand fest für uns alle 4, hier waren wir noch nie. !!?? Da stand ich nun mit meinem yellow Shirt und wusste auch nicht mehr weiter.. Maria, eine der beiden Laufdamen vertraute mir unter vorgehaltener Hand und einem Augenzwinkern mit: „ Gut dass ich heute mein rotes Shirt nicht an habe.  Diese Aussage baute mein Nullergewissen wieder etwas auf.  Mein neuer Laufpartner hatte sich bei mir vorgestellt mit Dirk.  Eigentlich hatte ich vor zurück zu laufen um wieder auf die Nulle Linie zu kommen.  Dirk meinte ganz zuversichtlich, nein lass uns mal gerade aus weiter laufen da kommt gleich ein Friedhof da müssen wir drüber und dann kommen wir auch wieder an die Null Linie.  Auf Zehenspitzen sind wir dann über den Friedhof, dass da auch keiner gestört wird und tatsächlich sahen wir voraus einige Läufer.  Das war very positv!  Ob wir nun einen Umweg  oder Abkürzung gemacht haben werden wir gleich feststellen so meine Einschätzung der Lage.  Etwa 500m vor uns sah ich einen Läufer den ich schon einmal heute vor mir hatte, wenn mich meine Augen da nicht im Stich ließen.  Tatsächlich passierte ich dann Heiner Schütte zum 2ten Male, also not short but long!  Mein lieber Mann Dirk du kennst dich ja hier gut aus meine Feststellung.  Da lies Dirk die Katze aus dem Sack und meinte, ja ich wohne doch schon lange hier.  Aha also eine Eingeborener bzw. Einheimischer.  Etwas später beim VP verloren wir dann unsere beiden Lady’s aus den Augen und liefen zusammen weiter. 







Habe mir dann so meine Gedanken über diesen Dirk gemacht.  So dachte ich , was es doch immer wieder für nette Überraschungen gibt, dieser Laufkollege hat sich irgendwie vorgenommen bei mir zu bleiben. Ging ich mal einige Passage, ein kurzer Blick zur Seite nach mir und Dirk ging auch.  Lief ich wieder an, war Dirk sofort wieder dabei.  Das alles ohne ein Wort darüber zu verlieren.  Manchmal ergab es sich das Dirk auch mal 10 Meter vor mir lief.  Aber immer wieder ließ den Altkanzler nicht aus den Augen.  Dies imponierte mir enorm und macht den Lauf dann noch schöner. 





 




 Bei meiner dritten Null hatte ich den100MC Kameraden Werner Burmeister an meiner Seite der seine erste Null hier lief der sich vorgenommen hatte bei seinem Altkanzler zu bleiben.  Bei meiner 5ten Null habe ich dann irgendwo auf den Null Linie Wolfgang Weitkämper „aufgelesen“ als auch er sich vertütelt hatte.  Ich glaube es ist doch besser wenn ich heute bei meinem Altkanzler bleibe der kennst sich besser aus wie ich.  Original Ton von Wolfgang  So lief ich dann mit Wolfgang zusammen zu meinem Yellow Shirt.




Nun war es heute Dirk Bohne von der LG DUV , wie ich später erfuhr der mir die Treue hielt.




Das hier ja mal vor vielen Jahren die Varius Schlacht getobt hatte ist ja seit langem bekannt.




 




Das ich aber hier und heute auf einen Neandertaler treffe damit hatte ich nicht gerechnet.




Dieser machte sich bemerkbar in Gestalt des urigen Karl-Ernst Rösler als er ca. bei km 30 mit Hallo Herr Kohl mich von achtern anfing zu versägen.  Lange war mir nicht bewusst, dass sich die Neandertaler so lange halten konnten.  Das hat sich ab heute geändert! Dieser Neandertaler sah aber noch sehr frisch aus!




Seit Dezember 2009 gibt ja den neuen Streckenverlauf am Ende.  Dort wo man dann nicht über das Feld und den Hof läuft sondern einige Serpentinen durch den Wald.  Bei solchen Temperaturen ist das dann am Schluss auch eine schöne Abkühlung und tut gut.  Wie das dann im Winter und bei Regen aussieht muss man dann einmal selbst testen.




So legte ich noch mit Dirk an meiner Seite einen kleinen strammen Endspurt hin, denn verbraucht war ich noch lange nicht.  So blieben unsere Uhren dann bei 06:48:58 stehen.







Keine Verletzungen Blasen ect. da kommt doch Freude auf.  Das Eiskalte Erdinger aus meinem Kühlschrank rundete dann die 7te Null genüsslich ab.







Dann ging es zur After GMH Nuller Party und Günter Liegmann stellte fest dass wir beide den selben Nuller Stand von 7 haben.  Helmuth wenn wir nun beide am Ball bleiben, laufen wir unser Number 10 Together.  Ohne zu überlegen habe ich Eumel dem einfach so zugestimmt.  Ordentlich wie ich nun mal bin wird auch dieses Versprechen gehalten.







Von Pastor wurde noch eine sehr schöne auf uns Ultras bezogene kleine Predigt gehalten.








Auch gab es mal wieder einige Neuzugänge.  Meine Lauffreundin Maria Rolfes hat nun endlich ihr red shirt das ihr auch sehr gut steht.








Es gab noch 2 ganz besondere Jubilare, nämlich die 100 MC Mitglieder






 Hans Joachim Meyer sowie Karl-Ernst Rösler






                         die beide für ihre 30ste GMH Null geehrt wurden.










HeKo.




alias Altkanzler






 

102. Hitze Mrathon an den Teichwiesen 11.07.2010
15.07.2010 00:35:10
Hitze Marathon an den Teichwiesen







von Heinz Helmuth Kohl







Eigentlich hatte ich ja vor dem 18.07.2010 dem 50 km Gelände-Ultra-Marathon in Georgsmarienhütte, die Null gar nicht vor einen Marathon zu laufen. Mein Plan war nun jeden Tag einen 12,2 km Trainingslauf zu machen um mit den Kilos etwas runter zu kommen.
So lief ich am 05.07 17,3 km, am 06.07. 12,2 km, am 08.07. 12,2 km, am 09. 12,2 km und am 10.noch mal 7,1 km.  Dabei Donnerstag und Freitag je 2 Saunagänge!
Beim herumstöbern auf den Internetseiten der Marathon Freaks entdeckte ich dann für den Samstag den 10.07.2010 kleine Probleme beim Teichwiesen - Doc , da er zur Zeit nur einen Melder Rosi aus Kiel sowie sich selbst hatte.  Da ich ja Kumpel bin schloss ich mit dem TW Doc kurzfristig per Telefonie Kontakt und über brachte ihm so die freudige Message, dass der Lauf für Samstag nicht gefährdet sei, ich bin auch dabei.  The Doc was happy, und das Ding stand!

Gucke ich doch am Freitag Morgen noch mal in meine Internet Seiten only for information, und was lese ich da!.  Der TW Doc hat Regenerationsrückstand und möchte selbst am Samstag nicht starten.  Erneuter telefonischer Kontakt with the Doc, ergab dass wir das ändern für Sunday the 11.07.2010.

So begab ich mich bereits am Samstag mit meinem mobilen Kanzleramt in Richtung Volksdorf.  Dort fand ich einen wunderbare Parkplatz nur ca. 100 Meter von der TW Laufstrecke.  Aufgrund der großen Hitze, mit der ja zu rechnen war nahm ich einen kleine Plastikwanne, einen alten Stuhl und 10 Liter Wasser mit.  Das platzierte ich dann an der Laufstrecke in der Nähe der kleinen Brücke schön im Schatten.  Diese Idee wurde von meinen Mitstreitern dann wenig später lobend anerkannt.  Nach einer gut durchschlafenen Nacht begab ich mich dann Richtung Meeting Point an den TW.  Wie üblich war vom Veranstalter um 09.00 Uhr noch




nichts zu sehen.  So kam es dass wir so um 09.30 Uhr auch starten konnten.






D e r  L a u f





Die Hitze machte sich schon um diese Uhrzeit bemerkbar.  Ich lief nach dem Start wie üblich locker los und wurde 2 Runden lang von Rainer Puhfall begleitet.  Nach der zweiten Runde meinte Rainer er wolle nun etwas zulegen, solange es noch nicht so heiß ist.  So lief ich dann 2 Runden ganz alleine bis ich in der 5ten Runde Rosi und Christine hinter mir hörte.  In der 7ten Runde zogen dann die beiden Ladys an mir langsam vorbei und ich lief aber meinen Schritt weiter.  Von Rainer wurde ich dann gleich 2 mal überholt und er meinte, auch das hier und heute würde ich doch locker hinbekommen.  Naja sagte ich, von locker kann aber heute nicht die Rede sein.  Auch von Rosi wurde ich überholt Rosi meinte noch ob ich schon etwas geschwächelt hätte. Ja bei diesen Temperaturen ist das ja auch kein Wunder, meine Antwort.
Peter Kummer kam so in Runde 10 in meine Nähe und meinte, wenn du so weiterläufst, hast du den Hottas gleich überrundet.  Das allerdings war mir zu diesem Zeitpunkt wirklich egal.
Ich befand mich auf dem Level, dass ich mir sagte, sollte ich Christian Hottas wirklich überrunden, laufe ich dann mit ihm together weiter, aber nicht schneller.
Mittlerweile hatten wir zu diesem Zeitpunkt schon so um die 32°.
2007 in Chicago wurde der Marathon bei 30° abgebrochen.  Grund, bei KM 28 brach eine 28jähriger Polizist aus Michigan tot zusammen.  Fast bei jeder Runde bekam ich großen Dank ausgesprochen für die geniale Idee mit der Wanne mit Aqua.

Es muss Runde 13 gewesen sein als plötzlich mitten auf der Laufstrecke in Höhe der kleinen Brücke ein bildhübsches junges Reh in ca 5 Metern Entfernung vor mir stand. Es sah mir direkt in die Augen und hatte keinerlei Scheu, fing sogar an zu fressen am Wegesrand. Jedoch als ich langsam auf es zu ging, verschwand es ganz ruhig ohne Hetze im hohen Gras.

 Vom Teichwiesen Doc fehlte bis dahin jegliche Spur und ich hatte schon in Erwägung gezogen eine Vermisstenmeldung aufzugeben und dachte schon, wo isser denn??  Als ich zur 15ten Runde von dem VP  loslief sah ich den TW Doc hinter mir.  Da ich mich ja nicht hetze am VP (bin ja nicht auf der Flucht!) konnte dann der TW Doc an mir vorbei schleichen!!, was ich ihm auch gönnte.  Auch er soll mal wieder ein Erfolgserlebnis haben dachte ich mir so.  Außerdem sollte man einmal Tage eine gute Tat vollbringen.  Die war dann hiermit erfüllt! and the doc was happy! mit seinen 6:45 Minuten Vorsprung.
Beenden konnte ich dann diese Hitzeschlacht ohne Schaden in 05:51:22 und jetzt kommt das Schönste. Am 21.02.2010 lief ich mit dem TW Doc together den Schnee,-und Eismarathon an den Teichwiesen mit Spikes in exakt 05:51:27!!
Fazit:
Dies ist mal wieder der beste Beweis, dass man auch solche Strapazen überstehen kann wenn man gut im Training ist auf die Signale seines Körpers achtet!! und sich im Ultrabereich herumlümmelt! und dementsprechend lebt.

Die persönlichen Fragen über das wenn und aber solcher Läufe und Strapazen während des Laufens, die ich mir dann mehrfach stellte möchte ich hier keinen Kommentar abgeben, dies waren ja nur meine Gedanken on Sunday in to the run...........

Heinz Helmuth Kohl

015 Goldenstedt Moormarathon 2006
08.07.2010 23:30:57

Laufbericht zum 5.Moormarathon in Goldenstedt am 27.08.2006






 



Zunächst einmal muss man sagen die Organisation war Perfekt. Sehr gute Streckenführung mit genauer Kilometerangabe und sehr guten Verpflegungsständen. .
Petrus hat auch mitgespielt, er muss wohl heimlich auch ein Marathoni sein.


Die Strecke war sehr anspruchsvoll, fast mit dem Georgsmarienhütter Nuller zu vergleichen.






Allerdings großer Vorteil es gab so gut wie keine Steigungen. Jedoch teilweise sehr weicher und welliger Boden wodurch dann natürlich der Speed herausgenommen wurde.






Gelaufen wurden 2 Runden a 21,1 Km.






So kam es dass auch die Halbmarathonis mit uns starteten und nach einer Runde durch waren.






Nach der ersten Runde  21,1 Km stand meine Uhr auf 02:25:30.






Somit war für mich schon klar, dass ich nicht mit einer Zeit unter 5 Std. rechnen konnte.






Ich hatte die große Ehre die ersten 3 Km mit der lebenden Marathon-Legende Horst Preisler zusammen zu laufen. Ab Km 3  zog Horst dann plötzlich von dannen und ich musste alleine kämpfen. So hatte ich Horst aber immer im Blickfeld obwohl er ich glaube manchmal fast 1 Km vor mir war. Das hat mich schon sehr beeindruckt.




 






Ab Km 13 merkte ich dann das mein Abstand zu Horst sich langsam verringerte. Das lag dann logischerweise daran, dass Horst etliche Gehpausen einlegte. Ich hatte überhaupt keine Probleme und konnte mein Tempo sehr gut halten. Bei Km 23  hatte ich dann erstaunlicher Weise Horst Preisler wieder eingeholt. Ich erkundigte mich kurz nach seinem Befinden und er meinte er habe etwas schwere Beine. Nanu dachte ich, also so ein Top Mann mit über 1400 Marathons muss also auch immer noch kämpfen. Aber das Horst Preisler auch mit 71 Jahren noch kämpfen kann, konnte ich dann später bewundern. So lief ich mein Tempo weiter und hatte erfreulicher Weise überhaupt keine Probleme. Nach Km 31 kommt 32 das ist ja klar.






Allerdings muss ich das Schild übersehen haben umso mehr war dann die Freude als ich dann beim nächsten Schild plötzlich bei 33 Km war. Es fiel mir dann auf, dass Horst wieder Boden gut machte und genau bei Km 35 an mir vorbei zog und meinte, na wir sehen uns ja gleich.






Da konnte ich wirklich die enorme Erfahrung und Routine dieses Ausnahme Ultra Läufers kennen lernen und bewundern. Bei mir wurde es dann doch so langsam schwer, aber bis Km 35 ohne Durchhänger und Stop das war dann schon eine persönliche Verbesserung bei meinem 15.Marathon seit 04/2003 und meinem 6. für 2006. Nun legte ich doch etwas mehr Gehpausen ein und rechnete schon mit einer Zeit um 05:30. Nun habe ich ja von einigen Ultras gelernt, das die Zeit nicht ganz so wichtig ist, Hauptsache man  finischt und kommt gesund an. Um so mehr war ich dann positv überrascht als meine Uhr bei dieser schweren Strecke bei 05:10:28 stehen blieb. Sogar noch eine Minute schneller wie beim Teichwiesen Marathon am 16.07.06. Keine Blasen, keine Schürfwunde, alles bestens!




Im Umkleide Zelt wurde ich dann von Jürgen Kuhlmey empfangen und beglückwünscht, Er war auch die ganze Zeit vor mir und war ca. 10 Minuten vorher im Ziel.






Die Bundeswehr hatte ein Duschzelt aufgebaut, dass ich dann ganz alleine für mich hatte mit sehr schönen warmen Wasser.






Bei der Tombola hatte ich dann auch noch mit meiner Startnummer  einen Hantelset für Ladies gewonnen. Meine Ladies haben  sich dann zu Hause auch sehr darüber gefreut haben. Somit steht meinen nächsten Marathons von familiärer Seite nichts im Wege.






Als Lohn für die Leistung gab es dann sofort eine wunderschöne Urkunde hochglänzend mit eine Landschaftsmotiv aus dem Moor.






Alles in allem einmal wieder ein sehr schöner Marathon Sonntag bei dem mich auch wieder viele Erfahrungen sammeln konnte.              






                                                             






Helmuth Kohl






 






 






 

101. Mondschein Marathon in Allermöhe
28.06.2010 08:26:59

Mein Mondschein Marathon in Allermöhe






Von Heinz Helmuth Kohl






Da ich jetzt jedes Mal eine Woche nach einem 24h Lauf einen guten Marathon lief, wollte ich auch dieses Mal nach Delmenhorst diesen durchführen.






Dazu hatte ich mich rechtzeitig zu dem 2. Allermöhe Triple angemeldet.







Nun muss ich ja jeden 3. Samstag arbeiten, laut meinem Vertrag, und genau an diesem 26.06. war ich mal wieder dran.  Das kollidiert dann auch manchmal mit Öjendorf und ist halt so ein kleines Problem.  Da ich ja immer Spätschicht habe, von 15.00 bis 23.00 Uhr, hatte ich dann am 26.06.auch Samstag von 15.00 bis 18.00 Uhr arbeiten müssen.  Also entschloss ich mich für den 05.00 Uhr Start in Allermöhe.  Mein Plan: Freitag Spätschicht bis 23.00 Uhr, dann mit meinem mobilen Kanzleramt nach Allermöhe auf den Parklplatz, morgens schön ausgeruht den 05.00 Uhr Marathon gelaufen, dann für Nachmittags zur Maloche.  Guter Plan, als ich gerade meinen WW anhängen wollte, klingelt mein Handy. Unsere Einteilung meldet sich mit einem Hilferuf, da am Samstag so viele Schiffe im Hafen sind und zu wenig Leute. Ob ich nicht Samstag 1. Schicht 07.00 Uhr plus Überstunden – 18.00 Uhr machen könne.  „Im Gegenzug bekommst du dann heute am Freitag einen bezahlten freien Tag.“  Wie kann ich denn da widerstehen !?.




 Also umdisponieren.  Anruf bei Peter, dem Oganisator, und die Bitte eventuell dann den 17.00 Uhr Start zu nehmen.  Aus Sicht von Peter no Problem. Wir bekommen ja immer ein Leistungsangebot. Das heißt, haben wir die Stückzahl unserer ab zufertigen Container erreicht , haben wir Feierabend.  Das ist so in der Regel um 15.00 / 16.00 Uhr.  Aber an diesem Samstag war das Schicksal gegen mich, wir hatten ein schlechtes Programm und so hatte ich erst Feierabend um 17.45 Uhr. 




Nun hatte ich die ganze Woche keine Laufschuhe an den Füssen und mich auf diesen Lauf konzentriert.  Auch merkte ich, dass mein Body wieder diese Herausforderung benötigte.  Also fuhr ich erst einmal in Richtung Allermöhe.  Gerade losgefahren meldete der Verkehrsfunk, dass die Kattwigbrücke gesperrt ist.  Über diese wollte ich eigentlich fahren um zur A 1 zu gelangen.  Also dann über die Zweibrückenstrasse beim Zoll aus dem Hafen raus.  Die Elbbrücken sind zur Zeit eine Dauerbaustelle und zur Autobahn und in Richtung A1 total gesperrt. Also in Rothenburgsort raus und dann wieder auf die Elbrücken von der anderen Seite.  Pustekuchen, alle Zufahrten gesperrt. 




Dann wieder zurück in die Stadt gedreht und endlich in Richtung A1.  In Allermöhe angekommen auf Parkplatz 1. sehe ich auch einen Läufer vorbeilaufen, den ich aber nicht kenne.  Etwas später kommt Oli the „Altsterman“ vorbeigeschlürft.  Nach Olis Auskunft muss ich nach Parkplatz 2. Okay, auch diese Hürde wird noch genommen, bloß nicht aufgeben jetzt so kurz vor dem „Ziel“.  Tatsächlich bin ich so um  18.40 Uhr angekommen.  Großes Erstaunen allerseits über mein Eintreffen. Affenzahn hatte ja schon den 1. und den 2. Teil des Triples übernommen und lag ausgestreckt auf der Wiese, also könnte ich ja als A-Team Mitlied den 3. Teil übernehmen.







Skepsis bei Peter und Till. Peter:“ Das wird nachher ganz schön dunkel.“ Till sagte nichts, aber: „ob denn das noch was wird?“ war seinem Blick zu entnehmen. Ich entgegnete: „Na ja laufen will ich auf jeden Fall, wie weit ich komme ist dann eine andere Sache.  Wenn es mit dem Marathon nichts wird dann habe ich wenigstens einige Trainings - km zugelegt.“  Damit konnte ich dann alle Zweifel beseitigen und bekam von Peter die Startnummer 735.  Uli nahm die Zeit und um Punkt 18.50 Uhr startete ich dann zu meinem neuen Laufabenteuer.






D e r   L a u f




Es ist eine sehr schöne Runde von ca. 2,5 km und auch flach ohne irgendwelche nennenswerte Hindernisse.  Die Strecke gefiel mir einfach gut.  Schnell hatte ich 4 Runden hinter mir und bei der Hälfte von 8 Runden stand meine Stoppuhr auf 02:40.  Da war mir klar es wird, wenn überhaupt, dann  heute lange.  Etliche Lauffreunde waren noch im Rennen, so konnte ich als ersten Stefan Bicher begrüßen, oder er begrüßte mich als er mich versägte. Rainer Pufahl und Christian Staden düsten an mir vorbei.  In meiner 5. Runde passierte ich Volker Berka und auch Kurt Gormanns tauchte in meiner 5. vor mir auf.  Als ich 10 Runden hinter mit hatte verschwand auch so langsam die Sonne und es wurde etwas kühler.  Der Verpflegungsstand wurde so langsam abgebaut und man entschloss sich einiges an Proviant für mich auf der nahegelegenen Bank zu deponieren.  Da der Himmel total wolkenlos war, rechnete ich mir aus, dass es heute auch nicht so dunkel werden würde.  So erlebte ich einerseits den Sonnenuntergang und auf der anderen Seite den Mondaufgang. 




Als ich 14 Runden voll hatte, war Peter noch da und verabschiedete sich von mir und wollte noch wissen ob alles okay bei mir wäre.  Dies konnte ich mit ja erwidern und Peter war selbst überrascht wie hell der Mond hier und heute war und man noch relativ gut sehen konnte.  Ein Teil der Strecke war sogar richtig gut durch Straßenlaternen beleuchtet. 2-3 Passagen ging es durch die Bäume und da zog ich es doch vor zu gehen.  10 Runden hatte ich die Strecke ja gut betrachten können, dennoch hat man wohl so einen Art Schutzmechanismus eingebaut und der funktioniert bei mir doch recht gut.  Automatisch läuft man doch im Dunkeln dadurch langsamer.  Jeder weiß ja auch ein verkehrter Tritt und schon ist man aus dem Rennen.  Es war schon lustig, Abends lief ich noch im Schatten hervorgerufen durch die Sonne, in der Nacht im Schatten durch den Mond.  An Unterhaltung hat es mir auch nicht gefehlt, denn in Richtung Autobahn und Bergedorf war ein großes Sommerfest im Gange und so hatte ich gute Musik zum Nulltarif. 




Die schönste Runde war die Letzte. Davor zu stehen oder laufen, gleich tatsächlich wieder einen Marathon gefinnisht zu haben ist immer ein starkes Gefühl.  Auch wollte ich ja nun auch nicht ewig lange an der 100 fest hängen bleiben und somit ist die erste 100 schon abgeharkt und Vergangenheit und wurde abgelöst durch die 101.






Es gab dann noch eine sehr schöne Medaille und auch eine Urkunde.




Allermöhe ist wirklich eine sehr schöne Laufstrecke und sicher werde ich da beim 3 Event in 2011 wieder aufkreuzen.






Euer Altkanzler




Helmuth 










 










 

100. Mein 100ster Marathon/Ultra am 19.+ 20.06.2010
23.06.2010 00:55:12

Mein  100ster Marathon/Ultra


Beim 24h Lauf in Delmenhorst.


Von Heinz Helmuth Kohl


 


Also abzusehen, dass ich dieses Jahr 2010 meinen 100sten Marathon/Ultra laufen würde, war es schon irgendwie, wenn man mir nicht beide Beine amputieren würde.  Allerdings das wann und wo, da hatte ich noch keinen festen Plan.  Da mir die 24h Läufe doch sehr gut liegen und mir auch gefallen, sollte es doch schon ein 24h Event sein. 


Meinen ersten 24er hatte ich ja 2008 in Delmenhorst gelaufen.  Von der Organisation und auch der Strecke her, hatte ich Delmenhorst noch in sehr guter Erinnerung.


Ausgerechnet an diesem Weekend hatte meine jüngste Tochter Jasmin in Stade ihren Abi-Ball.  Dass der Abi-Ball dann auf Sonntag den 20.06.2010 fiel, kam mir doch sehr gelegen.


Da der Ball erst Sonntags und nicht Samstags war, entschloss ich mich nach Rücksprache mit Jasmin doch in Delmenhorst zu starten.  Ähnliche Events gab es an diesem Weekend auch noch, aber die waren mir zu weit weg und da bot sich Delmenhorst regelrecht an.  Für die Delmenhorster war das dann ihre 7. 24 Stunden-Lauf Veranstaltung und ebenso mein siebter 24 Stundenlauf.  Außerdem wurde mir vom Einzelbetreuer Karl-Ludwig Rittel die Startnummer 100 zugesagt, - was will man an Unterstützung mehr!?


 


So setzte ich mich dann am Freitag dem 18.06.2010 mit meinem mobilen Kanzleramt in Richtung Delmenhorst in Bewegung.  Rechtzeitig angekommen bekam ich dann von dem Platzwart Wolfgang Gerdes einen Superstellplatz für mein Kanzleramt zugewiesen.  Aufgrund meines Nummernschildes wurde ich dann sofort von einer Gruppe angesprochen die im Begriff waren ihre Zelte aufzubauen, ob ich der Einzelläufer aus Buxtehude sei.  Nein sagte ich , ich bin der Einzelkämpfer aus Assel.  Die Gruppe stellte sich dann vor als Lauftreff Harsefeld und meinen Stellplatz hatte ich unmittelbar neben ihrem Zelt.  Elektrische Power für mein Kanzleramt konnte ich dann freundlicher Wiese aus ihrer Kabeltrommel entnehmen.  Nach Einrichtung meines WW begab ich mich dann einmal auf die Suche nach einigen bekannten Laufgesichtern.  Finden konnte ich zu diesem Zeitpunkt noch keines und so begab ich mich einmal zur Erkundung der Laufstrecke, die sich gegenüber 2008 etwas verändert hatte.


Mehrfach fiel mir ein Mann auf, der öfters das Handy am Ohr hatte, muss wohl an important man sein hier, dachte ich mir so.  Als er mal kein Handy am Ohr hatte, sprach ich ihn einmal an, ob er sich hier denn auskenne.  Hatte ich doch ins Schwarze getroffen und den Chef vom Ganzen, Dr. Hans Böhmann erwischt.  Hans freute sich sichtlich den Altkanzler persönlich begrüßen zu können und stellte mich auch gleich der Dame vor, die für Web, Grafik und Fotos zuständig ist, Ute Packmohr.  Gegen 21.00 Uhr, als ich gerade beim Abendessen in meinem WWKA saß, bekam ich Besuch vom 24h Seilersee Veranstalter Bernd Nuss.  Wir erkundeten zusammen noch ein wenig die Gegend und gegen 23.00 Uhr begab ich mich dann in die Heija.  


Nach einer gut durchschlafenen Nacht und einem kleinen breakfast begab ich mich dann so easy zur Startnummernausgabe.  Kurz darauf konnte ich Sven Peemöller erblicken, sowie unseren dänischen Lauffreund Michael Nielson.  Mit Sven ging ich dann auch einmal die Strecke ab, damit er schon mal wusste wie die nächsten 24 Stunden für ihn aussehen würden.


Es trafen immer mehr bekannte Laufverrückte ein, so konnte ich mal wieder die OS Gang, angeführt von meinem Lauffreund HaWe Rehers begrüßen. Im Schlepptau hatte er dann noch Hannes Staarmann sowie Günter Liegmann.  Gerd Junker und Maria Rolfes hatten heute gefehlt, wobei ich erfahren konnte, dass Gerd eine Knie OP hatte und einige Zeit läuferisch ausfallen würde.  Maria hatte wohl wichtigeres vor, - es gibt ja auch noch einige andere Annehmlichkeiten außer laufen, - gelle!  Sicherlich aber haben die Beiden ihren “Kanzler“ in Gedanken bei seinem 100sten Marathonabenteuer begleitet.  Außerdem konnte ich noch begrüßen: Wolfgang Weitkämper, Helmut Rosieka, Frank Dams, und auch etliche nicht namentlich Bekannte.


 


Die Uhr ging auf 12.00 und das bekannte Bauchkribbeln vor dem Start nahm seinen Lauf.


Es wurde gelaufen auf einem 1,220 km Rundkurs. bestehend aus einer Hälfte Parkweg und einer Hälfte Pflaster und Asphalt an einem kleinen See vorbei.  Im Park hatten wir reichlich tierische Zuschauer, die überhaupt keine Scheu vor uns zeigten, man hatte den Eindruck auch denen gefällt das was wir da läuferisch boten.  Allerdings in the night waren sie dann alle verschwunden und wir hatten total freie Piste.


So gegen 17.30 Uhr näherte ich mich meinem ersten Ziel, die magische 100 der Marathons für mich zu erreichen.  Bei den letzten beiden Runden dazu wurde ich von Frank Dams ganz nett begleitet.  So hatte ich nach 05:49:58 und 35 Runden, 42,7 km also meine 100 Marathons


in der „Tasche“.  Irgendwie hatte sich das dann schnell herumgesprochen und ich wurde von allen Seiten zu meiner Marathon Number 100 gratuliert.  Nun entschloss ich mich bis km 50 durch zulaufen, um dann eine Ruhepause von einer Stunde einzulegen.  Bis auf einige kurze Regenschauer spielte das Wetter auch gut mit, nur war es für die Jahreszeit viel zu kalt.


Gegen 21.30 Uhr begab ich mich dann wieder auf die Piste, hatte mich umgezogen und fühlte mich auch eigentlich recht gut.  Die Feuerwehr Delmenhorst war schon fleißig dabei die Strecke auszuleuchten und taten dies dann auch mit wirklich schönem buntem Licht.  So um Mitternacht waren auch unserer tierischen Bewunderer in ihre Heija gehüpft und die Piste war nun nur noch von den Läuferinnen und Läufern belebt.


Da ich ja nun auch offiziell 100 MC Vollmitglied war, lief ich natürlich auch im 100MC Shirt, ist man ja auch im Dunklen mit dem yellow shirt gut zu sehen.  Bei meinem ersten 24h Lauf genau hier an der selben Stelle hatte mir ja mal ein Clubkollege den Rat gegeben: „Helmuth du bist noch nie über 50 km gelaufen, so bei km 70 und 80 wirst du dich fragen, warum mache ich diesen Quatsch denn hier überhaupt? Muss das sein?“  Jedenfalls habe ich mir diese Frage in einem long run noch nie gestellt.  Dass jeder Lauf für die nächsten 4 Wochen erst einmal der Letzte ist , wenn es dann etwas schwer wird im Lauf, das wird sich auch bei mir nie ändern.  Aber diese Feststellung hält dann bekanntlich eben mal 3 Tage!!!


Also heute fühlte ich mich bei so km 70 einfach suppie und so a little bit on cloud number seven.  In dieser wunderbaren Stimmung läuft dann ein Clubkamerad, den ich schon lange nicht mehr auf der Piste gesehen hatte an mit vorbei.  Als ich ihm zurufe, er könne mir ja auch mal zu meinem 100sten gratulieren, gibt mir dieser Wurzelzwerg aus Bremen die Antwort mit erhobenem Zeigefinger (Guten Tag Herr Oberlehrer!): Für mich hast du noch keine 100 Marathons, erst nach Beendigung dieser Veranstaltung.  Der Eumel, der neben ihm lief lästerte dann auch noch: „Noch nicht mal 100 Marathons aber das 100MC Shirt an!“


In diesem Moment war meine Stimmungslage total abgestürzt und die Beiden hatten Glück dass sie mittlere Weile 20 Meter von mir weg waren, sonst wäre dieser 24h Lauf für die werten Sportkollegen hier an der Stelle beendet gewesen.  Da bin ich nun aber ehrlich, da habe ich mir dann wirklich erstmals die Frage gestellt warum mache ich das überhaupt hier!?


Aber als Altkanzler ist man ja schon durch tiefere Täler gewandert, nur beschäftigte mich einige Zeit die Frage warum es Menschen gibt, die die Leistung anderer einfach nicht anerkennen können, sondern immer am suchen sind zu stören.


Da ich aber die Fähigkeit besitze Probleme schnell abzuschütteln wie ein Hund das Wasser, habe ich dann wieder meine Stimmung positiv herstellen können mit netten Gesprächen zum Beispiel mit der netten Andrea Möhr die von ihrem Norbert wie immer gut betreut wurde.  Ebenso klönte ich sehr schön mit einem netten Pärchen, die wie Schwester und Bruder aussahen: Kai-Uwe und Sabine.  Mit einer sehr rüstigen 70 jährigen Walkerin, Traudel unterhielt ich mich auch so eine Runde lang und gab ihr einige Tipps bezüglich ihrer Arthrose.


Gegen Morgen war es allerdings so kalt, dass ich mich entschloss noch einen Pullover anzuziehen.  Nun ging die Rechnerei los, am Seilersee mit 25m Höhenunterschied 126,4 km.


Also rein theoretisch müsste dann hier ja mehr drin sein.  Nun aber habe ich auch gelernt 2 Läufe miteinander zu vergleichen, auch wenn es die selbe Strecke ist, hat keinen Zweck.


Es spielen so viele Umstände mit, wie Tagesform und Wetter, um nur einige zu nennen, - wer kennt das nicht!?  Also sagte ich mir es reicht ja auch wenn ich symbolisch zu meinem 100sten Marathon genau 100 km laufe.  Also für jeden ehemaligen Marathon/Ultra einen km.


Sieht man in jedem Tun auch nur einen kleinen Sinn, ist es halt leichter.


Also sagte ich mir ich laufe nun bis km 90 durch, lege mich noch einmal hin und laufe die restlichen 10 km dann am Morgen.  Als ich dann für den Rest wieder auf die Piste ging, traf ich Hannes Staarmann und Hannes lag eine Runde vor mir.  Hannes bot mir an mit ihm zusammen die 100km zu knacken.  Das setzte voraus, dass ich wieder etwas anzog und Hannes etwas reduzierte.  Das hat auch gut funktioniert und HaWe ließ es sich nicht nehmen uns dabei zu begleiten.  Nun wollte ich ja bei genau 100 km aufhören, aber ich lies mich dann doch gerne dazu überreden die Fähnchenrunde mit Hannes together zu absolvieren.


So bin ich dann von der Piste; gegen 09:00 Uhr mit exakt 101,298 km gegangen.


Auch bin ich dennoch mit meinem Resultat sehr zufrieden und konnte in meiner AK noch Platz 4 belegen und in der Gesamtwertung von 63 Finnishern auf Platz 44 landen.


Danach gab es noch eine schöne Siegerehrung und vom Chef des Ganzen Hans wurde mir dann auch die Spezielle Urkunde des 100 Marathon Club Deutschland e.V. übergeben über die ich mich sehr gefreut habe.


 


Meine 100sten Marathon/Ultra wollte ich mit Lauffreunden in einer netten Veranstaltung zelebrieren.  Festzustellen bleibt für mich, mit der Entscheidung dies in Delmenhorst durchzuführen habe ich genau richtig gelegen und bedanke mich an dieser Stelle auch recht herzlich bei dem gesamten Orga-Team.  Bei Jedem von Euch hat man das Gefühl, ihr macht das gerne und seid auch richtig bei der Sache.


Nicht zu vergessen Karl-Ludwig Rittel, der den Einzelkämpfern jeden Wunsch von den Augen ablas.


 


Also, das Erdinger für den Altkanzler für 2011 in Delmenhorst könnt ihr schon einmal kalt stellen!


 


Heinz Helmuth Kohl


 


Mehr Bilder unter www.Ultrahelmuth.de


 

100. Mein 100ster Marathon/Ultra am 19. + 20.06.2010
23.06.2010 00:50:04
099. 3ter Segeberger-Forst-Marathon
07.06.2010 22:54:23

 














Der 3. Segeberger-Forst-Marathon







Von Heinz Helmuth Kohl






Am 06.06.2009 lief ich den obigen Marathon als meinen Marathon/Ultra als Number 66.




Genau one year later, am 06.06.2010, laufe ich dann hier an der gleichen Stelle meinen 99sten Marathon/Ultra.                    Wer hätte das gedacht!       .






Also tuckerte ich mal wieder mit meinem mobilen Kanzleramt gen Norden in den Dschungel von Segeberg.  Vorsichtig tastete ich mich dann in den Wald von Segeberg.  In Richtung Start und Ziel konnte ich dann sogar einige Wohnmobile sichten.  Dachte ich doch diesen Samstag Abend müsste ich alleine in dem großen Wald verbringen, so war dem nicht so.  Die Uhr stand so bei 21.00 Uhr und plötzlich stand erneut ein Wohnmobil neben mir und ich wurde mit „Hallo Altkanzler!“ begrüßt.  Es war kein geringerer wie der liebe neu in die Marathonszene hineingefallene Hans-Jürgen Hetzel mit seiner lieben Gattin. Ein dickes Lob für meinen Marathon-Bericht vom Mittelrheinmarathon rundete die nette Begrüßung ab.  Wir kamen dann  gemeinsam in Richtung der anderen Wohnmobile und wurden dann von Till und dessen Schäferhund Max begrüßt.  Bezüglich meines Stellplatzes wäre es für mich kein Problem gewesen etwas weiter weg zu campen, da ich mit meinem „superleisen“ Generator die Ruhe nicht stören wollte. Aaaaber da kam dann die Rettung in Form von Hans-Jürgen, der mir Strom anbot aus seinem Power-Wohnmobil.  Der Abend, die Nacht war gerettet.








Es war eine herrliche Nacht, absolut dunkel und ruhig, habe geschlafen wie ein Grissly.                                                                                     




 




                                                                                               




Am Morgen des 06.06. kam so langsam Leben in das Waldgelände.  Werner Britz konnte ich als meinen Nachbarn erblicken, da er sein Fahrgerät kurz vor meinem abstellte.  Kurze Zeit darauf gesellten sich dann noch Wolfgang aus Buchholz und Günter aus Buxtehude dazu.  Auch unser Clubkamerad Ernst Otto (EO) aus Eckernförde konnten wir dann begrüßen.




Ernst Otto voll Power,

Nach einem kleinen Frühstück, bei dem ich Werner Britz zu einer Tasse Tee einlud, was dieser auch freudig annahm, begab ich mich dann einmal in das Getümmel zur Startnummernsausgabe und der weiteren Begrüßungszeremonie.  Affenzahn höchstpersönlich mit dem Rennrad von Hamburg (50Km) angereist, konnte auch nicht an dem mobilen Kanzleramt vorbei brettern, ohne seinem Altkanzler einen „schönen guten Morgen Herr Altkanzler!“ zu wünschen.  Also war auch heute wieder erfreulicher Weise festzustellen, dass das A-Team wieder kampfbereit vor Ort erschienen war.



Rainer, soll ich oder soll ich nicht ??


An der Basis angelangt erhielt ich dann meine Startnummer 13 , identisch mit meiner Hausnummer, da konnte heute ja eigentlich nichts schief gehen.



Die Stars bei der Lagebesprechung.


Nun konnte es ja dann auch zu dem Lauf kommen, der von Seiten der 4 Organisatoren wieder einmal perfekt vorbereitet worden war.  An dieser Stelle schon einmal vielen Dank dem 4-blättrigen Kleeblatt aus Kaki und H-U.  Auch fand sich ein netter Sponsor der extra aus Indien angereist war, um das Gestattungsentgelt ( auf Deutsch könnte man auch Waldmiete for one day) sagen übernahm.  Auch ihm sei an dieser Stelle ein dickes Dankeschön zu übermitteln.




 




Da unser Sponsor dann schon einmal vor Ort war, entschloss er sich doch einfach und ganz spontan den Wald-Marathon mitzulaufen.  Dies ist ihm dann auch very good gelungen.




 




Wo ist blos Doris ??




Mario !! da isse doch!




                                                D e r   L a u f.

Gestartet wurde pünktlich um 09.00 Uhr durch das Veranstalter-Mitglied Arne/Quensch.




An Läufergrößen waren hier und heute auch etliche Hervorragende am Start um nur einige zu nennen:
Harald Petersen der mehrfache Deutsche Meister der M65 über 24 Stunden. Ebenso Peter Hanke, den ich in Stadt Oldendorf kennen gelernt habe und der in Wolfenbüttel sage und schreibe als M60er 205,200 km hingelegt hat. Auch ein Teilnehmer de Trans Europa Laufes, der aber leider nicht ind Ziel kam war vor Ort.




Nicht zu vergessen das Duo Christine Schroeder & Christian Hottas die gerade erst vor einer Woche den Grand Union Canal Race von Birmingham nach London über 145,4 Meilen in 43:39h unter ihre Laufschuhe gebracht hatten.  Mario, der Mitorganisator dieses Events heute, und letztes Jahr den Spartatlhon so bravourös bewältigt hat.  Auch aus Danmark war der Topläufer und auch Marathonveranstalter Michael Nielsen angereist und gab uns die Ehre.



Na Jürgen ob das was wird ??
Rita & Rolf erwischt


Wobei ich allen die heute hier am Start standen bestätigen möchte, dass jeder davon in seinen Qualitäten und Möglichkeiten ein besonderer Läufer und Laufsportler ist. Denn wie viele schaffen es schon, oder sind von Natur aus in der Lage so viele schwere und lange Läufe problemlos zu bestreiten.  An dieser Stelle sollten wir alle unserem Schöpfer danken, dass er uns diese Power in die Wiege gelegt hat und wir gut damit umzugehen wissen..



Hallo Hren kannst Du mich, ich bin Sylia.


.In Langeln, 2 Wochen vorher, war Petrus ja eigentlich recht ungenießbar.  Heute und hier hatte man den Eindruck er wolle etwas gut machen.  Jedenfalls war die Wetterlage ideal zu diesem Lauf-Event.  Nach ca.3 Km war das Feld schon ziemlich auseinandergezogen und jeder kam so in seinen Laufrhythmus.  Ernst-Otto gesellte sich in der 2ten Runde zu mir und klagte über Schmerzen in der rechten Wade.  Meinen Rat es etwas langsamer angehen zu lassen nahm er an, was mir für 2 Runden einen netten Gesprächspartner zu Teil werden lies.  E.-O. läuft ja eigentlich schneller als ich, aber in diesem meinem Tempo konnte er ohne Beschwerden laufen.  Bei der Hälfte hatte ich 02:31 auf meiner Uhr. Das war doch eigentlich recht langsam.




Allerdings wollte ich hier heute keinen Rekord aufstellen, lediglich meinen 100 Marathonplan einhalten und meine Number 99 am Ende dieses Events sicher im Kasten haben.  Dennoch war ich überrascht, als Christine, Rosi & der Teichwiesen Doc sowie der Kaleu plötzlich in Höhe meines Kanzleramts an mir vorbei zogen, als ich meine Trinkflasche auffüllte. 






Am Anfang meiner Marathonkarriere hätte mich das ja ganz schön gewurmt.  Nun stehe ich auf dem Standpunkt nimm es wie es kommt alles regelt sich von selbst.  Als der TW Doc mal kurz in die Büsche musste war ich natürlich ungewollt wieder vor ihm.  Der ganze Tross um den TW Doc blieb zusammen und ich konnte problemlos meinen Vorsprung wieder ausbauen, wie gesagt manches regelt sich von selbst!  Was Petrus in Langeln versust hatte, dafür hat er heute aber kräftig hingelangt. Zum Glück gab es genug Passagen im Schatten, dennoch machte auch mir die Hitze etwas zu schaffen.  Auch meldete sich mein linkes Sprunggelenk mal wieder kurz, aber es hielt sich in Grenzen.






So konnte ich dann in 05:29:47 ins Ziel, unter dem tosendem Beifall der Menschenmassen im Wald, laufen.  Das anschließende kühle Erdinger ließ dann die Durstqualen vergessen.  Somit war auch dieses Mal mein Marathon-Plan aufgegangen und nun  sollte der Nummer 100 beim 24h Lauf in Delmenhorst nichts mehr im Wege stehen.  Die Startnummer 100 ist mir auch schon zugeteilt worden.  Also brauche ich ja eigentlich nur noch zu laufen, der Rest kommt dann in Delmenhorst von selbst.



Kaki-Gazelle in Aktion

Bleibt festzuhalten, der 3. Segeberger-Forst-Marathon war mal wieder eine sehr gute Veranstaltung, bei der nichts fehlte und zum Dank melde ich mich schon heute für den    4.Segeberger-Forst-Marathon 2011 an.
In diesem Sinne
Euer Altkanzler
Helmuth



























 








































 
























































 
















 

098. 5ter Mittelrhein-Marathon Oberwesel-Koblenz 29.05.2010
01.06.2010 14:53:08

5ter Mittelrhein-Marathon von Oberwesel nach Koblenz








Heinz Helmuth Kohl








Als geborener Rheinländer hatte ich den Mittelrhein-Marathon ja schon bei seinem Debüt Anno 2005 gelaufen, ebenso in 2006. 2007 konnte ich dann wegen einem eingeklemmten Ischias Nerv nicht starten. Deswegen musste ich auch den HH Marathon bei km 28 damals abbrechen . 2008 und 09 kollidierte das jedes Mal mit dem Segeberger Forstmarathon.  Jedoch dieses Jahr waren die Koblenzer eine Woche vor Segeberg am Start.  So fuhr ich dann gemütlich nach Bendorf am Rhein zu meiner Schwester.  Bendorf liegt ca. 10 km von Koblenz entfernt.  Meine Startunterlagen holte ich jedoch schon Freitags in Koblenz Oberwert ab. 








Das Starterpaket konnte sich sehen lassen.  Gab es ein schönes Funktions T-Shirt von Erima, sowie von Erdinger einen kleinen Karton mit einer Flasche Erdinger Alkoholfrei mit Glas,wo sogar die Laufstrecke von Oberwesel nach Koblenz drauf ist, sowie von Frubiase eine 440 g Dosen mit Pulver für einen Iso  Drink und von Sebamed noch eine kleines Shampoo. 

Da der Lauf der Marathonis erst Abends um 18.45 von Oberwesel startete hatte man am Samstag Nachmittag noch viel Zeit sich umzusehen in Koblenz. 

An Organisationsmitgliedern wimmelte es gerade zu. So konnte ich erfahren, dass Heute hier ca 2.500 Helfer vor Ort waren.  Im Startpreis war auch ein Bahnticket für den Marathon-Sonderzug von Koblenz nach Oberwesel mit dabei.

Pünktlich um 17.34 Uhr startet dann auch der Zug.  Zum Rheintal aufwärts nach Oberwesel. Vorbei am Rhein und den vielen Burgen und anderen Sehenswürdigkeiten des Weltnaturerben Mittelrhein.  In Oberwesel angekommen ging es erst einmal ca. 500 Meter zum Startbereicht.
                                            
Das Wetter und die Temperatur waren zu diesem Zeitpunkt schon Ideal.  Für die Jahreszeit zwar immer noch to cold, aber erst einmal trocken.  Aufgrund der großen Hitze in den vergangenen Jahren wollte man nun auf Nummer sicher gehen und der Hitze ausweichen in den späten Abend.  Das wäre auch okay gewesen, wäre da der Himmel nicht so sehr behangen und dunkel gewesen. 


 D e r   L a u f . 








 Da Heute noch nicht einmal 1.000 Marathonläufer am Start waren, hatte man sich auch nicht die Mühe gemacht Starterblöcke einzurichten.  Der Start war pünktlich und ich kam auch gut in den Lauf.  Bei km 10 hatten ich 01:07 auf der Uhr, ich fühlte mich gut und dachte, laufe so weiter dann kann eigentlich nichts passieren. 2 Bekannte konnte ich im Läuferfeld treffen. Einer rief, da ist ja auch der Altkanzler. Allerdings gesehen hatte ich ihn schon, nur wo und Name war mir nicht bekannt.  Mit ihm war Norbert aus Georgsmarienhütte den ich bei der Null kennen gelernt hatte.   In Boppard angekommen, hatten wir die Hälfte gelaufen und waren am Start des Halbmarathons angelangt.  Der Streckensprecher gab bekannt dass hier Heinz Helmuth Kohl vom Club 100 Marathon Deutschland vorbei kommt. „Das sind die Leute die immer am letzten Sonntag im Januar im Alten Elbtunnel den Elbtunnelmarathon laufen. Im Moment geht das aber nicht, da wird zur Zeit gebaut.“  Man rief ich zurück, der Mann kennt sich aus!.  Zu diesem Zeitpunkt also der Hälfte hatte ich eine 02:25 auf meiner Uhr.  Das lies Freude aufkommen und ich rechnete mir schon einmal aus, dass ich so auf eine Sub 5 hinlaufen könne.  Wenn alles so weiter laufen würde wie zur Zeit.
Aaaber bekanntlich ist ja ein Marathon erst einmal, gelaufen, wenn 42.195 hinter einem sind!








So ab km 30 kurz vor der Ortschaft Rhens begann dann mein linker Fuß, das Sprunggelenk, so langsam an zu schmerzen.  Mit ach das wird schon wieder, war da erst einmal nichts zu machen, die Schmerzen wurden stärker.  1000 Gedanken gehen dir dann da durch den Kopf.
Hatte der Orthopäde doch recht mit meinem linken Sprunggelenk und das geht nun doch in die „Binsen“ !?  Habe ich nun doch zuviel gelaufen diesen Monat.  Schaffe ich den Heute nicht, ist meine 100 Marathon Plan dann auch futsch...! In diesen Gedanken passierte ich in Rhens das Geburtshaus meine Mutter an der Mainzer Strasse 14.  Funny, ich hatte Heute die Startnummer 14.  Als ich aus Rhens hinaus lief, bauten sie schon die km Schilder ab.  Das ist ganz schön demotivierend.  Nun war ich ja noch nicht der Letzte aber trotzdem, so etwas gehört sich nicht.  Kurz vorher hatte ich noch einen Japaner überholt.   Aus Rhens heraus hat man dann km 32.  Für viele Leute ja der bekannte „Knackpunkt“.  Nun bin ich ja von diesem Stadium zur Zeit weg, aber dort fängt dann so ein richtig kleiner fieser Berg an, so ungefähr gut einen Kilometer.  Das zieht sich ganz schön dahin. Erschwerend kommt da hinzu für den heutigem Tag. dass da die B9 überhaupt nicht beleuchtet war und hier eine richtige Baumallee ist, wo man im Sommer schön im Schatten laufen kann.
Auch aufgrund meines leidenden linken Sprunggelenks, entschloss ich mich da hoch zu gehen.








 Unter Polizeischutz ins Ziel „getragen“.








Nun bemerkte ich hinter mir Stimmen und es waren 2 Radfahrer die sich mir näherten.  Einer der Radfahrer leuchtet mir dann mit einer Taschenlampe und ich entschloss mich dann doch weiterzulaufen.  Erfreulicher Weise konnte ich feststellen, dass ich gar keine Schmerzen mehr im Sprunggelenk hatte. Also lief ich auch dann wieder richtig weiter.  Wir näherten uns dem Stadtteil Stolzenfels unterhalb der Kapelle Stolzenfels wo mein Bruder einst geheiratet hatte.  Hier war dann die Strasse wieder beleuchtet und ich konnte meine Begleiter dann erkennen es waren 2 Polizisten auf dem Rad.  So langsam kamen wir ins Gespräch und Erinnerungen an Wilhelmshaven, 2 Wochen vorher, auch in Fahrradbegleitung von Klaus und Constanze wurden wach.  Nach kurzer Zeit konnte ich dann erfahren dass meine polizeilichen Begleiter Nicole und Thomas hießen.  Als ich dann so ein bisschen aus meinem Läuferleben von mir preisgab und meinte, wenn ich dann hier und heute finnishe, ich in diesem Monat Mai 5 Marathons gelaufen sei.  Da fiel, die nette Nicole fast von ihrem Fahrrad.  Dabei ging ihr sogar das Licht am Fahrrad aus.  Wobei dann ein Feuerwehrmann meinte, „Jetzt muss ich der Polizei noch sagen du darfst nicht ohne Licht fahren“.  Gentleman wie Thomas nun mal war, gab er ihr dann seine Taschenlampe.Nun kamen wir so langsam in Koblenz rein und die Strassen waren ja nun auch alle wieder beleuchtet.  Dass ich zu jeder Uhrzeit laufen kann ist ja nun nicht das Thema.  Da habe ich ja nun genügend Erfahrung gesammelt bei meinen 24h Läufen.  Aber im Dunkeln, dann auch noch Regen und du siehst nicht wo du hin treten tust ,  nein da fühle ich mich nicht wohl. Hätte ich das gewusst, hätte ich meine Stirnlampe mitgenommen.  Aber nun waren wir ja wieder im Licht und auch die Schmerzen im Fuß waren auf einmal weg.  Den Beiden erzählte ich dann noch von meinem Vorhaben 06.06. Segeberg und 19/20 24 h Delmenhorst meinen 100sten Mara/Ultra. Laufen wolle.  Danach, nach den 24h laufe ich einen Monat keinen Meter. Na meinte Thomas, das soll ich glauben, - na ja aber mindestens 2 Wochen nicht ,- erst mal....war meine Antwort.  Das Ziel war diese Jahr nicht das Deutsche Eck sondern in der Mainzerstrasse kurz vor der Rheinbrücke und dem Schloss wegen den Umbauten zur Bundesgartenschau 2011.  Dadurch mussten wir in Oberwerth das fehlende Stück über das dortige Sportgelände laufen.  Da merkte ich dass da doch einige gar nicht weit vor mir waren und mein Jagdinstinkt war mal wieder geweckt.  Zu Thomas meinte ich, wenn einer fragt warum ihr beiden neben mir her fahrt, sagt ihr das ist Personenschutz Order von ganz oben.
Das ist nämlich der Altkanzler.  Thomas lachte und meinte, okay aber wo und bei wem wir fahren, entscheiden wir ganz alleine.  Das motivierte mich doch wieder und ich konnte tatsächlich noch einige Plätze zurückerobern.

An dieser Stelle eine dickes Dankeschön an Nicole & Thomas , hat echt Spaß gemacht neben Euch zu laufen und auch die Unterhaltung. .
So konnte ich dann im Regen noch die Ziellinie überqueren und bekam auch noch ein schönes kühles Erdinger Alkoholfrei.

Eigentlich ist es ja eine sehr schöne Strecke.  Den Start wegen der Hitze zu verlegen kann ich ja zum Teil noch verstehen.  Aber 19.45 Uhr für den Marathon als Start, finde ich war einfach zu spät.  Um 15.00 oder 16.00 Uhr wäre doch für alle angenehmer gewesen. 








Trotz allem war ich froh Number 98 sicher im Kasten zu haben, obwohl ich mit einigen kleinen Schwierigkeiten ab km 30 (Sprunggelenk) zu kämpfen hatte. .
 Also konnte ich meine Mission Marathon 100 weiterhin nach Plan einhalten.








 Euer Altkanzler.








 Helmuth








Fotos zu diesem Lauf unter Fotos Mittelrhein-Marathon 2010 





























 

097. 2. Langelner Hügelgräber-Marathon 24.05.10
26.05.2010 20:55:31

2. Hügelgräber-Marathon in Langeln am 24.05.2010




von Heinz Helmuth Kohl




Geplant war dieser Marathon von mir ja nicht, jedoch passte er in meinen Plan für meinen 100sten Marathon/Ultra in naher Zukunft.  So meldete ich mich noch kurzfristig bei Claudia via Telefon an. Da ich ja dann der 66ste Melder war laut Arne, bekam ich dann auch die Startnummer 606. Die 0 wollen wir mal vergessen, war wohl ein „ Druckfehler“.







Langeln ist ja nun von Assel keine Riesenentfernung, aber ich genieße es einen Tag vorher mit meinem mobilen „Kanzleramt“ anzureisen, ohne Stress vor Ort zu sein, ausgeschlafen und entspannt. So tuckerte ich dann gemütlich am Pfingstsonntag gen Langeln.  Arne hatte mir den Weg gut beschrieben und gegen 20.00 Uhr traf ich dann auch am Ort des Geschehens ein.







Voller positiver Überraschung konnte ich feststellen, dass man da schon auf einer Wiese einen Parkplatz vorbereitet und ausgeschildert hatte. Hatte ich mich doch gedanklich darauf eingerichtet den Abend alleine zu verbringen, aber dem war nicht so ,denn Erika mit ihren Till und Manfred mit Gattin waren schon etwas schneller als ich und empfingen mich mit großem Erstaunen.




Das Empfangskomitee.




Vor allem hatte es mein nostalgisches „Kanzleramt“ Manfred sehr angetan und ich musste ihm etliches erklären. Weil mein Generator so schön leise war, hat er sich richtig verliebt in diesen kleinen niedlichen, kaum zu hörenden Stromerzeuger!!




Manfred ganz schön frech.


Nachdem ich Manfred die Folgen eines Leberhakens näher erklärte, war ganz brav!!






Die Nacht verlief wunderbar und am Morgen war ich sehr gut ausgeschlafen. So langsam kam Leben auf den Parkplatz/Wiese. Allerdings hatte man den Eindruck Petrus gefiel unser Vorhaben hier und heute an seinem Pfingstmontag einen Marathon zu laufen überhaupt nicht.




Ungeniert ließ er es um 08.00 Uhr aus allen Rohren gießen, dass selbst ich mir schon Gedanken machte, ob das heute hier was geben würde. So nach 15 Minuten hatte es sich aber wieder etwas beruhigt. Hajo unser Ex-Präsident stellte sein Gefährt vor meinem ab und Sturmvogel kam auch in einem Berliner Automobil angeflattert.





Hajo, rechts Sturmvogel, hinten Götz.




 




Nach einem kleinen Frühstück begab ich mich dann in Richtung Start. Glücklicher Weise gab es da einen netten Streckenposten der mir den Weg wies, sonst wäre ich da wohl nie angekommen.




Außerdem konnte ich noch Clubmitglied Karl Wolfgang Baumgarten begrüßen, der sich auch noch bei mir bedankte, dass ich ihn in meinem Bericht von Hannover so nett bedacht hatte. 




Hajo & Götz hinten.

Mario mal anders.




Hätte ich doch fast den Start verpasst wäre da nicht dieser Wehweiser gewesen




 




Die Arena.

Start und Zielbereich waren schon aufgebaut ebenso der Verpflegungsstand. Alle fieberten schon dem Start entgegen wie kann das denn anders sein, - das kennen wir alle und es gehört dazu.





Hiren hat wohl im Kofferraum übernachtet, Begrüßung durch Rita & Klaus




Bald geht es los.





   Claudi überrascht!!








                                                         D e r  L a u f.




Die Ideengeber und Veranstalter dieses Laufes hatten ja mal in einigen seltenen lauffreien Minuten diese Stecke rein „zufällig“ entdeckt und so gedacht, da könnte man doch einmal einen Marathon veranstalten (Arne). Aber zu Viert ist das dann a bisserl langweilig sagte man sich! Also machen wir doch eine klitzekleine Marathonveranstaltung daraus. Irgend so ein paar „Heimatlose“ werden wir schon noch finden, denen das zu Hause auch zu langweilig ist und das könnte dann was werden. Dann musste noch ein Name her! Da hier vor vielen Tausend Jahren irgendwelche menschlichen Wesen einmal gelebt haben sollen, war es deren Brauch sich nicht so ganz in der Erde einbuddeln zu lassen sondern auf Hügeln. Auch gab es hier mal eine Burg von der aber nicht mehr all zuviel zu sehen ist. Mit anderen Worten, hier war schon immer etwas los. Also wurde auch zum Teil und zu Ehren dieser Vorfahren der







Langelner Hügelgräber Marathon







ins Leben gerufen. Nur hatten sich die Veranstalter etwas verrechnet. Waren es beim ersten Mal in 2009 doch schon immerhin so um die knapp 40 Teilnehmer, so hatte man diese Jahr sage und schreibe 85 Melder in der Liste. Selbst das Ausland Danmark and the Netherlands waren vertreten.  71 traten dann auch wirklich an und 64 konnten dann auch den Tag mit einem Marathon mehr in der Tasche beenden.     




D e r   S t a r t.






Wie konnte es anders sein, pünktlich zum Start schickte uns der liebe Petrus noch einmal




gehörig Aqua von oben. Das konnte aber keinen abschrecken, sondern alle hatten wahrscheinlich den gleichen Gedanken: Das kann nur besser werden. Jürgen Ranta meinte gar zu mir, jedenfalls werden wir heute kein Glatteis haben, da gab ich ihm Recht, auch eine gute Motivationsspritze.






Für die Jahreszeit war es einfach zu kalt, aber man kann sich ja warm laufen. Die Strecke selbst war sehr gut ausgeschildert und auch sehr schön zu laufen. Genau 10 Runden, das mit kampferprobten Rundenzählern unter der Oberaufsicht von unserem zuverlässigen Till, da kann ja nichts schief gehen. Am Ende, oder auch Anfang jeder Runde, - je nach dem , wie man es sieht war dann mal wieder der perfekt eingerichtete Verpflegungsstand und ich möchte  an dieser Stelle diesen netten Leuten meinen Dank aussprechen. Denn auch ihr seid ein sehr wichtiger Bestandteil, dieser Veranstaltung.  Für 2 Runden hatte ich als Laufpartner Walter Ratzloff und wir hatten einige nette Laufgespräche. Für eine Runde gesellte sich auch Peter Kellermann zu uns. Dann lief ich einige Runden alleine, bis sich dann so in Runde 7  Peter Henke zu mir gesellte. In Runde 8 kündigte Hans Jürgen Lange mir schon mal, mit „Helmuth ich komme!“, was denn da noch really auf mich zu kommt. Tatsächlich hat der Eumel ungeniert in Runde 9 die Säge herausgenommen und den Atlkanzler versägt.   Noch nicht einmal vor einem Ex-Politiker hat dieser Zeitgenosse Respekt!!  Aaaber auch das  habe ich  überlebt.




Eigentlich hat mir der Lauf und die Strecke sehr gut gefallen und ich bin auch gleichmäßig durchgelaufen, brauchte keine Gehpausen usw. Somit bin ich auch mit meiner Time von 05:16:02 very zufrieden.




2 Lauffreunde konnten heute hier ihren 100sten Marathon/Ultra finnishen. Herzliche Glückwünsche an dieser Stelle an Klausi & Sveny, habt ihr toll gemacht Jungs!!






Bei dieser perfekten Organisation könnte ich mir vorstellen diesen Marathon fest in meine Marathon-Planung mit einzubeziehen.




Das Wetter war zwar nicht das Beste, aber wir haben alle zusammen das Beste aus dieser Veranstaltung gemacht.  Werde am Samstag den 29.05.10 dann in meiner alten Heimat den Mittelrhein-Marathon, von Oberwesel nach Koblenz, laufen als Number 98 und freue mich schon am 06.06.10 im Segeberger Forst meine Number 99 zu laufen.






Irgendwie wird mir das aber schon unheimlich. 66ter Melder in Langeln, Startnummer 606 ebenfalls in Langeln, dann im Segeberger Forst am 06.06. erster auf der Meldeliste. Wenn das mal gut geht!?.




Der Lohn der Mühe!





Bis demnächst Euer




Altkanzler




Helmuth 










 










           










 

096. 5ter Gorch Fock Marathon in Wilhelmshaven 16.05.10
18.05.2010 17:59:13


5. Wilhelmshavener Gorch-Fock-Marathon
am 15.05.2010
Von Heinz Helmuth Kohl





In meiner Marathon-Jahresplanung war dieser Marathon jedenfalls nicht.  Als langjähriges Team-Erdinger-Alkoholfrei Mitglied nahm ich einmal wieder an einem Preisausschreiben vom Team Erdinger teil.  Auf diesem Wege bekam ich dann einen Freistart zu obigem Marathon.  Nun hatte ich ein Problem.  Dem Veranstalter in Hohenaspe Rolf hatte ich schon lange vorher zugesagt zu dem 50,8 km Gruppenlauf am 13.05.2010, also am Vatertag.  Nun kommt dieser Freistart dazu.    Wat nu??.!!
Erstens habe ich mir gesagt, versprochen ist versprochen, außerdem hatte ich diesen Lauf auch schon lange bezahlt.  Dann 3 Tage danach Marathon in Wilhelmshaven.!?
Ein Zeitlimit von 05:30, das könnte machbar sein.  Andererseits hat es mich doch schon interessiert, ob ich für so eine Belastung schon „reif“ bin.
Also Hohenaspe die 50,8 km habe ich locker hinbekommen mit sogar noch reichlich Power ab km 48!
So düste ich gemütlich mit meinem mobilen „Kanzleramt“ mit Kurs auf Wilhelmshaven am Samstag den 15.05.2010.  Gegen 19.30 Uhr trudelte ich da so ein, konnte einen Parkplatz finden und besorgte mir die Startunterlagen.  Auch wenn ich den Lauf selbst bezahlt hätte, wäre es noch ein guter Deal gewesen.  Für nur € 25,00 gab es eine schöne Bundeswehr Tragetasche sowie ein schönes Funktionshirt.  Auf dem nahegelegenen Parkplatz des Gorck-Fock Restaurants bekam ich einen prima Stellplatz für mein Kanzleramt zugewiesen.
Wie verabredet konnte ich Uli den Arminia Fan treffen und wir hatten im „Kanzleramt“ eine kleine Laufbesprechung die mit Servecas begleitet wurde weil es bei solchen Gesprächen immer so trocken ist.  Außer Uli konnte ich an diesem Abend kein bekanntes Laufgesicht mehr sichten.
Nach einer gut durchschlafenen Nacht und einem kleinen Frühstück begab ich mich zum Gorch-Fock Haus und konnte dann einige Bekannte  Laufsüchtige erblicken und begrüßen.
So zum Beispiel als Ersten Wolfgang Kieselbach und dann auch
Wolfgang Weitkämper.
W










Meinen Marathon-Guru Horst sowie unseren Rübezahl aus HB Helmut hielten es auch zu Hause nicht aus und wollten sich hier und Heute läuferisch austoben!  Auch den alten Kämpfer Götz Eipper konnte ich freudig begrüßen.




Der Lauf.




Gestartet wurde militärisch pünktlich um 09.30 Uhr. Ca 3 km war ich in der Begleitung von Horts P. und Götz E., jedoch legten die Herren keinen großen Wert auf meine Anwesenheit und zogen so ici von dannen.  So dachten noch Einige mehr und so zwischen km 6 + 7 zog dann auch der bis dato Letzte rücksichtslos an mir vorbei.  Er wurde begleitet von 2 Radfahren die sich zur Aufgabe gemacht hatten den Letzten zu begleiten.  Wir stellten uns nach einer Zeit gegenseitig vor und Klaus Gaul war auch schon vor etlichen Jahren Biel gelaufen und seine Tochter Konstanze ist mit ihren 12 Jahren schon eine gute Triathletin.  Allerdings so einen Marathon hatte ich noch nicht.  Nach ca. 15 km war vor mir Keiner mehr zu sehen.  Aber ich hatte meinen Rhythmus gefunden und auch nette Gesprächspartner.  Meine Stoppuhr hatte ich vergessen und so sagte mir Klaus an den Km Points immer die Rundenzeit an.  So langsam kamen dann auch die Halbmarathonis an, die ja später gestartet waren.  Eskortiert von Klaus und Konstanze, die ja Westen trugen mit der Aufschrift Marathon Team wussten natürlich alle, dass da der letzte Marathonläufer in Aktion war.  Zurufe der Halbmarathins wie: Super, Respekt, alle Achtung usw. begleiteten mich dann fortlaufend.
Einer war so begeistert und blieb vor mir stehen zog seine Mütze und rief; Vor dieser Leistung ziehe ich meinen Hut.  Einige Halbmarathonis konnte ich dann wieder so bei Km 18  wieder „einfangen“ was mir die Bestätigung gab , dass ich ja gar nicht sooo langsam war.
Klaus hatte, als die Halbmarathonis zum Ziel liefen, eine 02:24 auf seiner Uhr. Also war ich wenn ich so weiterlief auf Sub 5 Kurs.  Aber 35 km ganz alleine zu laufen, da muss man doch schon einigermaßen kampferprobt sein.  Mit Klaus und seiner Tochter Konstanze hatte ich aber sehr nette Motivatoren.  Durch ihre Begleitung hatte ich den Vorteil, dass sie mir den Weg total frei hielten, -„ Achtung Marathonläufer“ ließ die Leute aufhorchen und es gab teilweise auch Lob und Zuspruch.  In meiner Selbstmotivation sagte ich mir dann, die Leute denken vielleicht sogar ich bin der Erste.  Außerdem an dem langen Stück entlang des Jadebusen dachte ich so beim mir: „Man der Rainer Koch ist bei dem Transeuropalauf jeden Tag die Hälfte der Strecke stundenlang alleine gelaufen.  Dann ist das doch hier Heute ein „Lacher“ für mich.
Schön war auch, dass die Verpflegungsstellen bis zum letzten Mann, der ich ja noch! war, immer noch voll besetzt waren.  Bei km 35 sahen wir in weiter Ferne einen Marathonläufer.
Klaus meinte, Helmuth du hast Recht behalten da vorne geht Einer, aber du läufst noch.
Nun bekam mein Lauf wieder einen anderen Sinn!  Es hatte wieder ein Ziel vor Augen.  Wenn der jetzt schon bei den Geheinlagen ist und ich so sinnig weiterlaufe bekomme ich ihn noch und bin tatsächlich nicht der Letzte.  Obwohl ich da mit dieser guten Zeit auch kein Problem gehabt hätte.  Denn Zeit ist bei mir immer sekundär!  Klaus war am rechnen, Helmuth mit der Sub 5 könnte es knapp werden, aber den da vorne den kriegen wir noch.
Real funny, er sagte den kriegen „wir“! noch!  Irgendwie hatte ich ihn wohl, in meinen Bann gezogen.  Einer netten Sanitäterin, die ebenfalls mit dem Fahrrad uns begleitete sagte er, sie möge bei dem Läufer den Helmuth gleich überholt dann bleiben, er hatte sich vorgenommen mit mir ins Ziel zu laufen/fahren.  Als die Nummer 62 dann an der letzten Verpflegungsstelle stehen bleib, schlug ich knallhart zu und war vorbei.  Das Schöne war, wenn ich was brauchte, hat Klaus mir das besorgt mit dem Fahrrad dadurch brauchte ich auch nicht stehen zu bleiben.  Bei Km 40 sagte Klaus nur 04:44 Helmuth.  16 Minuten für 2,2 km, Helmuth sagte ich mir jetzt ist Schluss mit lustig, jetzt geht es ans „Eingemachte“. Da ich ja genug „gebunkert“ habe, war das no Problem.  Das Ziel vor Augen, klasse Musik und meine Beine spürte ich gar nicht mehr.  So stand die Uhr bei 04:58:48 still als ich durch das Ziel lief.  Trotz dieses Endspurts überhaupt nicht kaputt, ja da kommt doch Freude auf.  Uli meine Lauffreund von Arminia kam seinen Altkanzler sofort beglückwünschen und ich begab mich erst einmal an die Bar meines Sponsors Erdinger um mich innerlich zu erfrischen. Knapp 2 Minuten später kam dann auch unbeschadet der Letzte ins Ziel.
Es war ja teilweise sehr windig, so dass ich mehre Male meine Mütze auszog und festhielt, sonst wäre sie weg gewesen.  Allerdings mit dieser netten Begleitung. Klaus und Konstanze, hat es richtig Spaß gemacht.
An dieser Stelle den Beiden noch mal herzlichen Dank.




Danach machte ich mich wieder etwas frisch verabschiedete mich noch beim Veranstalter und trat die Heimreise an.




Heinz Helmuth Kohl
(Altkanzler)







Uli und seine Hüpfburg, ich konnte ihn bald gar nicht da hinweg bekommen.



Hart erkämpfte Trophäe von Wilhelmshaven.












095. 8. Steinburg Ultra-Marathon am 13.05.2010
14.05.2010 13:14:34

Vatertag am 13.05.2010 der besonderen Art.










Heinz Helmuth Kohl










Alljährlich findet ja nun beim Hohenasper SC der Steinburg Ultramarathon unter der Leitung unseres 100MC Mitgliedes Rolf Frank statt.
So wurde dieses Jahr der Vatertag dazu auserwählt.
Bei der Beisetzungsfeier von Lothar hörte ich zufällig wie sich Sigrid mit Rolf über diesen Lauf unterhielten. Sigrid bedauerte, dass sie noch nie diesen Lauf mitgelaufen sei. Dies auch zum Teil daher, da sie nicht wusste wie sie da in den Dschungel von Hohenaspe von Berlin aus sich durchringen konnte. Da sprang ich dann als "Retter" in der Not ein und bot unserem Sturmvogel an, bei uns in Assel zu übernachten. Den Weg nach Cuxhaven kennst du ja bereits Sigrid, nun musst du nur in Stade aussteigen und wirst in meiner Staatskarosse von Stade nach Assel chauffiert. Diese Angebot wollte Sigrid auf jeden Fall nicht ausschlagen und nahm es dann auch freudig an. So holte ich dann unseren Sturmvogel, die ja seit dem Rennsteiglauf mit 1.500 Marathons in den "Flügeln/Beinen" hat, am 12.05.10 in Stade am Bahnhof ab. Sie ist das einzige weibliche Wesen auf diesem Planeten mit einer derart phänomenalen Leistung und sie bei mir zu beherbergen war mir eine besondere Ehre.  Außerdem konnte ich sie zu ihrer grandiosen Leistung persönlich im „Kanzlerbungalow“ in Assel beglückwünschen. Sigrid war pünktlich und meine Maria hatte ein schönes Nudelessen vorbereitet.



Sigrid und Helmuth in Assel im "Kanzleramt"

Am 13.05.2010 hieß es um 05.00 Uhr für uns Beide Arriba! Nach einem kleinen Frühstück ( Das Richtige erwartete uns ja dann in Hohenaspe!) fuhren wir dann  nach Wischhafen zur Elbefähre. Diese startete pünktlich um 06.00 Uhr und wir waren zur Zufriedenheit von Sigrid rechtzeitig so um 07.15 Uhr vor Ort. Dort wurden wir vom Veranstalter und dessen Team freudig begrüßt. Hier war schon alles voll im Gange und das obligatorische, von mir hoch gelobte Breakfast ließ nicht zu wünschen übrig!






Rolf hatte mal wieder gerufen und es folgten diesem Ruf immerhin 38 Laufsüchtige oder auch die kurz davor stehen dies zu werden. Einige hatten absagen müssen, wodurch die Veranstaltung aber keinen Schaden erlitten hat. Zu meiner persönlichen Freude waren einmal wieder unsere 3 Tausender Sigrid, Horst und Hajo bei einem Laufevent together. Eine junge ganz Mutige gerade einmal, im marathonfähigen Alter von 18 Lenzen die nette Katrin, wagte sich heute zum ersten Male an die Königsdistanz von 42,2 km. Natürlich hochmotiviert von ihrem ebenso netten Vater Peter, dem sie nicht von der Seite wich. Maybe Order von der Mama auf den Papa acht zugeben, - Man weiß ja nie, was so alle passieren kann auf so einer long distance! Aber die Beiden haben das locker hinbekommen.



Papa Peter mit seiner Katrin
                                                    
                                                         Der Lauf.






Nun hatte ich mich ja entschieden für die 50,8km, unter den Fittichen des Sturmvogels war das ja eine klare Sache. „Altkanzler wir laufen die 50,8km oder!?“ Sigrids Feststellung und Question an mich.  Was blieb mir denn da anderes übrig ! ? ! ?.....Nach dem Auftaktstück von ca. 8 km gesellten sich dann die Marathonis zu uns. Unter ihnen auch unser Kaleu aus Kiel, der heute seinen 200sten Marathon/Ultra unter die Laufschuhe bringen wollte. Das hat der liebe Günter dann auch bravourös hinbekommen.  Noch ein Marathon/Ultra Jubilar war zu verzeichnen, unser Rübezahl Helmut aus Bremen, der sich vorgenommen hatte heute erst stehen zu bleiben bis Number 350 Marathon/Ultra im Kasten war. Auch hier konnte eine glatte Erfolgsmeldung verbucht werden. Petrus hatte doch ein wenig einsehen. Es war zwar zu kalt für die Jahreszeit, aber er verschonte uns mit Regen.  Das Versorgungsteam leistete mal wieder Präzisionsarbeit, es fehlte an nichts und immer pünktlich zur Stelle.






Jochen der Vorsitzende dieses SC konnte dieses Mal ohne „Hexe“ laufen, die ließ er einfach zu Hause. Jochen mischte immer vorne kräftig mit wie sich das für einen Vereinsboss auch so gehört.  Die etwas Schnelleren durften dann wie immer die letzten 10 km losbrettern, was natürlich den Vorteil hat, dass die Duschen dann nicht so belegt sind.....Nachdem sich dann alle wieder hergerichtet hatten war dann die nette Party angesagt. Natürlich wieder vom Feinsten. Nach dem Hauptgericht konnte dann jeder seine Speicher wieder auffüllen, es gab reichlich Kuchen, Kaffee und andere Leckereien.

Den Abschluss bildete dann die Urkundenverteilung und Siegerehrung, wobei festzustellen blieb, dass es heute hier nur Siegerinnen und Sieger gab. Keiner verletzt, null Problemos, da ist dann auch der Veranstalter very zufrieden.





Siegerehrung Sturmvogel



Horst hält eine Rede
 
Siegerehrung Altkanzler






Zum Schluss bleibt nur noch zu sagen, ein dickes Dankeschön nach Hohenaspe für und an Alle die zu diesem schönen Lauftreff beitragen haben.






Euer
Altkanzler Helmuth   




































 




































 




































 

094. Tuifly Marathon in Hannover am 02.05.2010
02.05.2010 21:36:54



























Tuifly Marathon Hannover von 02.05.2010


















von Heinz Helmuth Kohl









2009 hatte ich mich ja sofort unmittelbar nach dem Lauf wieder angemeldet für 2010. Einmal weil mir der Lauf und die Strecke echt gut gefallen hat und zu anderen weil es ja für Frühanmelder verbilligte Anmeldegebühren gab.
Dies war ja nun mein 2tes Mal dass ich eine Woche nach einem 24 Stundenlauf einen Marathon wagte. Das erste Mal in 2009 nach den 24 Stunden von Bernau, eine Woche später den Berlin Marathon den ich dann in 05:16:43 finnishen konnte.







So fuhr ich dann mit Genehmigung meiner besseren Ehehälfte am 01.Mai 2010 in Richtung Hannover mit meinem mobilen "Kanzleramt" nach Hannover.  Nun hatte ich ja schon Sorgen wegen Parkplatz mit meinem Geschütz, aaaber man kann ja auch mal Glück haben.  Direkt in der Nähe des Rathauses an dem Museum fand ich einen schönen Parkplatz.  Nach Empfang der Startunterlagen schlenderte ich noch a bisserl durch das Messezelt auf der Suche nach irgenwelchen bekannten Laufgesichtern. Konnte leider keines ausfindig machen.  Da sah ich plötzlich so eine gelbe Jacke von unserem Club.   Den jungen Mann kannte ich noch nicht, was sich aber schnell ändern sollte.  Da wollte ich mich ihm vorstellen und dann sagte er spontan: Du bist der Altkanzler. Er gab sich zu erkennen als unser Culbmitglied Karl Wolfgang Baumgarten aus Bremen.   Wir hatten dann noch ein paar nette Laufgespräche und er hatte sich für Hannover eine Sub 4 vorgestellt.   Wie ich den Ergebnislisten entnehmen konnte, hat  er das dann auch mit einer 03:59:17 geschafft!  
                                  An dieser Stelle,- Congratulation Wolfgang









Mein moblies Kanzleramz hatte ich ca. 300 Meter vom Rathaus entfernt direkt am Stadtpark vor dem Museum geparkt.   Da die Haupstrasse abgesperrt war wegen Start und Zielbereich des Marathons, düsten dann alle Autos pausenlos über das Kopfsteinpflaster hinweg.  So war bis 01.00 Uhr an richtig gut schlafen erst einmal nicht zu denken.  Danach war es dann schön ruhig und ich konnte echt gut schlafen bis 07.00 Uhr.  Erdinger hatte für seine Teammitglieder einen Bus aufgestellt wo man Kaffee, Tee, Kekse, Waffeln, Müsliriegel und Obst bekam. Auch konnte man seinen Kleiderbeutel hier deponieren, das war schon eine schöne Sache.  Als erste Bekannte traf ich dann im Veranstalter Zelt Walter Peemöler, der seinen kleinen Sven dabei hatte.   Zu meiner Freude war auch mein A-Team Kollege Affenzahn mit den Beiden angereist. Somit war das A-Team Affenzahen & Altkanzler einsatzbereit vor Ort erschienen.  Uli Niehuß war auch mit den Dreien mitgekommen, aber der flitzte mal wieder irgendwo ganz nerviös durchs Gehege..

Von der Osabrücker Run-Gang konnte ich mal wieder HaWe Rehers + Gerd Junker vor dem Erdinger stand dingfest machen. Beide hatten sich Heute als Brems,- und Zugpferde verpfilchtet, dafür bekamen sie dann auch schöne red t-shirts. Man hätte auch sagen können die roten Teufel von Os..
Auch Uli Niehuß konnte ich dann noch sichten und begrüßen vor dem Rathaus und so  
langsam ging es auf den Start zu. Die Begrüßungszeremonien waren ja nun beendet und ich begab mich zu meinem Kanzleramt um meine Kampfbekleidung anzuziehen. Eigentlich eine Sache von Minuten..., ich hatte ja alles zurechtgelegt...
Plötzlich helle Aufregung im Kanzleramt,- ich finde meine Laufhose nicht!!
Hätte geschworen sie vor einer Stunde noch in der Hand gehabt zu haben.  Das ist 08.40 Uhr und die Hose ist nicht da!   Breche die Suche ab und entscheide mich für die Freizeithose von Erdinger,- denn ohne wäre ja auch nichts gewesen,-oder??
Schmiere mir reichlich Vaseline an die Oberschenkel, aber dennoch mit einem mulmigen Feeling. 2 x habe ich mir da im Traing bei km 18 die Oberschenkel wund gelaufen und mußte dann abbrechen.   Nun will ich damit einen Mara laufen! Wenn das mal gut geht meine Gedanken beim Way to the startingline.
Hier treffe ich auf Hartmut Feldmann der mir dann erzählt, dass er mit dem Teichwiesen Doc gerade von Polen angekommen ist wo sie Gestern den Mara zu Gedenken an Christians Babara gelaufen waren.  Er meinte er fühle sich eigntlich gar nicht so gut und das würde Heute für ihn so ein Höllenritt.
 


                                                                           D e r   L a u f








Punkt 09.00 Uhr fiel, dann auch der Startschuß.  Das Wetter spielte ja eigntlich mit wenn auch bewölkt aber trocken.  Dass Heute hier einer wegen Hitze aussteigen würde, damit war wohl kaum zu rechnen, denn es war für den 2. May viel zu kalt.







So bei km 2 schob sich ganz heimlich so eine Figur meines Kalibers an mir vorbei.   Wollte wohl unerkannt bleiben der Eumel aus Leverkusen.   Mußte ihm dann sofort einmal klar machen, daß man so einfach den Altkanzler aber nicht passieren darf Herr Richard ,Löwenherz, Artz.   Haste mich doch erkannt seine Antwort. .
Vor mir sah ich dann so ein paar Laufgestalten die mir ebenfalls bekannt waren.   Unser blonder Marathon Angel Christine mit den beiden Dres. Helmut aus Bielefeld, der Brötchenliebhaber, und Christian von den Wiesen am Teich in HHVO.   Nachdem ich die Erlaubnis eingeholt hatte das Trio zu passieren lief ich dan flankiert von Richard zur Linken und Hartmut zur Rechten munter drauf los.   Hartmut musste wegen gesundheitlichen Störungen des öfteren die Piste verlassen und Richard wurde mir mal wieder untreu und zog  von Dannen.
Bei Km 10 sprach mich eine nette Läuferin Anfang der Fünfziger an und meinte in Bezug auf mein Angeber Shirt vom Kevelaer Marathon: Na da haben sie ja dieses Jahr schon einen Mara hinter sich.   In Kurzform informierte ich sie dann was ich in diesem Jahr so läuferisch alles schon angestellt hatte und die Dame war beeindruckt.    Wie sie mir sagte war dies Heute hier ihr erster
Marathon und ich sagte ihr noch sie möge am Anfang nicht zu schnell sein und ihre Power einteilen.   Mit vielen Dank war sie dann wech!  Mir war klar I see you again in this run today lady.
HaWe + GeJu  waren ja als Zug,-und Bremser eingesetzt.   Angepeilt hatte ich ja eine Sub 5, ob das dann was wird ist ja eine andere Geschichte. -Schaun wer ma-.
Kurz vor der Halbzeit waren die Eumels schon hinter mir und machten lautstark Wahlkampf für den Altkanzler.  Da kam auf meine Höhe so ein etwas bärtiger Mitfünfziger und wollte mich versägen.   Vor mir sah ich dann zu meinen Erstaunen meine Marathondebütantin von km 10.   Mit so einem schnellen Wiedersehen hatte ich nicht gerechnet.   Nun hatte ich ja wieder ein paar Aufgaben, ja es wurde nicht langweilig!  Neben mir der, der mich versägen wollte, vor mir die Dame die ich nun zwangsläufig versägen würde.   Im Nacken die Os. Running Gang oder auch die red devils from Os.   Also es kommt Stimmung in dei Bude!   Altkanzler gib Gas.   Die nette Dame war ein Selbstgänger, als ich sie mit einem netten Hallo passierte meinte sie, Hey ja Einteilen ist alles.   Dies bestätigte ich mit einem klaren Genau!
Den bärtigen Mitfünfziger hatte ich die Brücke hoch hinter mir gelassen.   Aber er war verbissen, dachte er wohl den alten Sack lasse ich nicht vorbei.   Da hat der auch ganz schön geschummelt.  An den Kurven hat er dann immer die Abkürzungen über die Bürgersteige genommen.   Na dachte ich bei mir, ob dir das was am Ende nützt bezweifle ich noch.   Ich sollte recht behalten.
Hatte ich doch 3 Tage nach dem Seilersee 24h run  2 Runden, 12km, hier zu Hause laufen wollen.
Da hatte aber bei mir einiges gestreickt und ich war auch sehr langsam, sodass ich nach einer Runde gestoppt habe.  Auch Heute morgen: Großhirn an Kleinhirn, wass! schon wieder flitzen. Konnte dann alle beruhigen, mit ist aber Heute nur ein Marathon,- keine Gegenstimmen und Gemecker und es konnte losgehen.   Da ich mich zu diesem Zeitpunkt so bei km 25 echt suppie fühlte habe ich dann enkennend mal einen Klaps auf die rechte Schulter, einen auf die linke Schulter, linker Oberschenkel, rechter Oberschenkel ach ja und keinen vernächlässigen den Bauch auch einen keinen Tuch.    So trabte ich dann weiter vor mich hin.   Bei km 30!! sah ich dann meinen Marathonschummler wie er dann ganz entnervt auf der Piste latschte.  Also die Abkürzungen haben ihm auch nichts gebracht und so zog ich an ihm vorbei. -Einteilen-!
Lange Zeit beobachtete ich einen Läufer der für Skoda lief.  So bei km 32 kamen wir dann zusammen und auch in ein kleines Gespräch.  Reiner aus Sevetal so stellte er sich vor.  Ein Anfang  Vierziger und auch sehr nett.   Er meinte seine Batterie wird langsam leer und es wird immer schwerer.   Ich versuchte ihn zu trösten und motivieren und riet ihm doch einmal das Gel zu nehmen was nun immer wieder angeboten wird.    Aaber mit viel Wasser danach!   Ob er meinen Rat befolgt hat weis ich nicht mehr, wir verloren uns aus den Augen.   So bei km 36 kurz nachdem sich unsere Strecke wieder von den Halbmaras trennte rechnete ich nach und dachte mir bei diesem Lauftempo werde ich locker eine Sub 5 hinbekommen.   So lehnte ich mich gedanklich etwas zurück und wurde jä aus diesem Vorhaben gerissen, als ich die Stimmen der OS Gang hinter mir hörte.  Gerd rief: Helmuth  wir kommen . Hawe rief: Altkanzler gib Gas.  Von wegen gemütlich ins Ziel laufen, das hat die OS Gang mir gründlcih vermasselt!   Kurzer Check on my body und die Frage, lassen wir uns das gefallen?!.   Alle Organe waren sich einig, nee so geit dat nich irgendwo hört die Freundschaft auf jetzt wird gekämpft. .    Also Attake war angesagt.     
Als ich  dann  für die letzten 2 km rechts abbog, kam mir dass Dreigestirn, Helmut, Chistian und Chistine in ca 100m Entfernung entgegen.    Ich schwenkte meine Team Erdinger Mütze zu dem Trio und wie auf Kommando grüßten mir aus der Ferne alle 3 gleichzeitig zurück.  Soviel nette Gesten motivieren einen doch wirklich positv.   Plötzlich war Hartmut Feldmann wieder neben mir und begrüßte mich mit: Hallo junger Mann wie gehts!?  .
Hartmut zeigte hier wirklich wahre sportlichen sowie kameradschaftliche Größe.    Er hätte locker durchziehen können und wäre auch einge Minuten schneller gewesen.   Natürlich versuchte ich an ihm dran zu blieben, aber das Tempo war mir doch teilweise zu hoch.   Ein kurzer Blick von Hartmut zu mir und er reduzierte seinen Speed.   Das animierte mich nartürlich wieder an in aufzu schliesen.   So liefen wir Beide dann fast Hand in Hand in 04:54:21 ins Ziel.
Hartmut sogenannter "Höllenritt" brachte ihm eine Super Zeit für einen Doppeldecker den er längere Zeit nicht mehr gelaufen war.   Wenn man begenkt, ist er doch einen Tag zuvor in Polen den Marathon in 04:33 gelaufen und jetzt hier in Hannover einen Tag später in 04:54:21, so ist dies ja dann auch eine Superleistung.   Dies alles mit einigen gesundheitlichen Problemen!
Nach dem Zieleinlauf gab es für mich dann auch an unserem Team Erdinger Bus ein schönes Erdinger Alkoholfrei und gegen 15.30 Uhr begab ich mich dann zu meiner Heimreise.

Somit war mal wieder ein sehr schöner Marathon Sonntag  beendet, bei dem ich meine  Number 94 im "Kasten" hatte und viel an Erfahrung gewonnen habe.

Leider hatte ich in Hannover meine Kamera  vergessen, darum gibt es Heute nur die Urkunde von Hannover und 2 Fotos von meinem heutigen Geburtstagslauf über 12 km mit meiner jüngsten Tochter Jasmin.









Heinz Helmuth Kohl    

Mit Meiner Tochter Jasmin beim Geburtstagslauf am 05.05.2010
in Assel am Deich
meiner Trainingsstrecke.





























093. Der 24 Stundenlauf vom Seilersee 24.+ 25.04.2010
28.04.2010 17:08:35


Die 24 Stunden vom Seilersee am 24./25.04.2010







Von Heinz Helmuth Kohl








Nachdem mir mein Lauffreund aus Buxtehude Heini Peper der Altklosteraner so schön von dem obigen 24 Stundenlauf in alle guten Tönen berichtet hatte, entschloss ich mich doch auch einmal an diesem Event teilzunehmen.  Da Bernd Nuß der Organisator, den ich ja schon beim Delmenhorster 24er 2008 kennen gelernt hatte, war es ein Grund mehr dort einmal in dem Laufgeschehen tatkräftig als Runner teilzunehmen.  Bernd freute sich sehr über meine Zusage und somit stand der Sache nichts mehr im Wege.     Nun hatte ich in meiner Firma angeregt, doch einmal Arbeitskollegen ein wenig dem Laufsport zuzuführen.  Als bestes Beispiel was man so leisten kann, wenn man will gab ich mich dann auch als Vorlage an.  Mein Boss nahm das sehr gerne an, so wurde dann die Idee eine Laufgruppe zu gründen auch aufgenommen.  Einige Kollegen hatten ja schon Marathons gelaufen und es kam die Idee auf beim Hamburg Marathon 2010 für unsere Firma dann im Firmendress zu laufen.   Da ich mich für den 24h am Seilersee schon vorher angemeldet hatte konnte ich ja nicht gleichzeitig in Hamburg laufen.  Also habe ich meinem Boss versprochen, von den angepeilten 3 Marathons von denen ich am Seilersee träumte, den Letzten im Firmendress zu laufen.  Das fand er dann very good und Versprechen soll man ja halten.     So holte ich dann am Freitag dem 23.04.2010 meinen ebenfalls laufsüchtigen Freund Heini Peper in seinem Domizil in Buxtehude ab.   Gemütlich tuckerten wir dann in Richtung Iserlohn wo ja der Seilersee sein soll.  Kurz nach 20.00 Uhr kamen wir dann dort an und zu meinem Erstaunen war da wirklich ein See.  Den Veranstalter Bernd trafen wir auch noch vor Ort und er wies uns einen super Stellplatz für das mobile Kanzleramt an.  Gerade einmal 50 Meter von der Laufstrecke, ja da kommt doch Freude auf.  Als wir uns dann eingerichtet hatten, gingen wir dann auch einmal die Laufstrecke ab und schlossen dann den Abend mit ein paar schönen Cervecas ab. 







  Nach einer gut durchschlafenen Night begaben wir uns dann zum Frühstück.  Dieses ließ ja wirklich keine Wünsche offen.     Es gibt ja 2 wichtige tägliche Ereignisse die uns Erdenbürgern immer wieder klar machen, dass wir doch eigentlich, egal welchen Status man sich im Leben erworben hat, doch alle gleich sind.  Ohne Essen und trinken geht nichts!  Und das „Erworbene“! Muss man auch wieder irgendwann loswerden. 
Also wie auch immer das hat die Natur so eingerichtet und das ist auch gut so.
Dem Zufolge ist der Treffpunkt entweder da oder da...
Also ging es erst einmal zum Frühstück.  Dort konnte ich dann auch Wolfgang Schwerk begrüßen und zu seinem großen Erfolg in Athen beglückwünschen.














Wolfgang Schwerk und Helmuth.














 Es kamen nette Fachgespräche auf bei denen ich auch wieder erfreulicher Weise einiges lernen konnte.  Ferner konnte ich auch Said Khaled von der DUV begrüßen der auch heute hier läuferisch aktiv sein wollte.
Eine „Nobelkarosse“ mit OS Kennzeichen stand dann da so etwas verloren und hilfesuchend inmitten des Parkplatzes.  Mein Verdacht wurde bestätigt als ich hinter dem Lenkrad, unser neugebackenes 100MC Mitglied, meinen Lauffreund HaWe aus Os. entdeckte.  Ich ließ mein Radarauge herum schweifen und konnte HaWe aus seinen momentanen Parkplatzsorgen befreien.  HaWe war dann  auch happy. 





















Die Os. Gang vonm HaWe (Schwarz-Weiss Socke)














Erwischt habe ich dann auch noch das Teichwiesen
Unikum CH.  Als er gerade versuchte auf seiner Kamera Pictures zu machen.  Ob das was geworden ist kann man ja vielleicht in naher Zukunft erfahren. Sollte das dann genau so lange dauern wie mit den Urkunden, kann man die Pictures vergessen!
Auch konnte ich unsere beiden ehrenwerten Ladies Christel Kunze und Christine Schroeder sowie deren bessere Hälfte ausfindig machen.














Die 100MC Lad´s Christel & Christine














100MC Mitglied Ralf S. kam auch aus Oberursel angedüst, allerdings machte er eine „Halbe“ Sache nämlich 12 Hours. 

D e r   L a u f.








Gestartet wurde pünktlich um 12.00 Uhr und dann gab es kein zurück mehr!  Gelaufen wurde jeweils eine Runde von 1.788 Km mit 25  Metern Höhenunterschied. 














Foto von Siggi Bullig.







Also keine einfache Sache.  Porsche Günter hatte mich schon vorgewarnt und ich habe seine Tipps auch nicht ignoriert.
Die Ausgangspositionen waren vielversprechend, das Wetter spielte mit und so hatte man schon einmal eine gute Stimmung.  Irgendwann gesellte sich Maria Rolfes zu mir und wir liefen sehr lange zusammen und hatten nette Laufgespräche. Dabei stellte sich dann heraus, dass wir Beide sehr viele Gemeinsamkeiten haben. Also stellten wir fest, dass wir heute beide unseren 93ten Marathon/Ultra laufen.  Ebenso dass wir im selben Jahr unseren ersten Marathon (2003) gelaufen sind.  Uuuuund auch unseren ersten 24 Stundenlauf in Delmenhorst 2008 gelaufen sind.  Nun hatten wir schon den Plan beim Laufen entwickelt, auch unseren 100sten zusammen zu laufen.  Den hat Maria allerdings für den Moormarathon Ende August eingeplant.  Nach meinem Plan bin ich so Mitte Juli bei 100 angekommen.  Sorry Maria aber 6 Weeks ohne Marathon, da komme ich aus dem Tritt........au weia!
In einer der ersten Runden rief mir ein bis dato unbekannter netter junger Mann zu: “Hallo, Altkanzler!“ Grübel,  Grübel, den konnte ich aber nirgendwo bei mir einordnen. Blitzfrage meinerseits: „Woher kennst du mich?“, Antwort: „Möhr,- Andrea??“ Yeah. Okay die Sache war klar.  Werde mir wohl bald eine Tarnkappe zulegen müssen! Everybody know me.







 







Maria, Hannes und Helmuth.
Nach der ersten Runde stand mein Plan fest und ich baute mir 3 Gehstrecken ein. Diese hielt ich auch konstant durch. Meinen Plan bis 100 km durchzuhalten änderte ich dann doch nach 45 km als ich merkte, dass ich extrem langsam wurde. So begab ich mich gegen 18.30 Uhr in mein „Kanzleramt“ und legte mich genau eine Stunde in die Heya. Das war auch gut so und ich ging dann frisch angezogen im 100MC Shirt erneut auf die Piste. Dann lief ich Nonstop bis Sonntag Morgen 05.00 Uhr durch. Nach einer Stunde Ruhe, nicht Schlaf (Radau im Zelt nebenan) erneut Klamottenwechsel in den neuen Dress meiner Firma. Als um 09.00 Uhr in Hamburg der Startschuss fiel, hatte ich gerade 107km auf dem „Tacho“. Meinem Ziel, 3 Marathons an einem Tage 126,585km an einem Tage zu laufen, war ich ja nun nahe.
Erstaunlicher Weise hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt überhaupt keine größeren Probleme.
Ja, beim ersten Marathon tat mir der linke Fuß (Sprunggelenk) ein weinig weh. Als sich der linke Fuß mit seinem Schicksal abgefunden hatte, meldete sich der rechte Fuß. Ach ja sorry habe dich ganz vergessen du bist ja auch noch da!  Nachdem dieser Fuß, dann auch meinen Entschluss weiterzulaufen akzeptiert hatte, meldete sich „versuchsweise“ dann das rechte Knie.  Dies hielt aber nicht lange, und ich konnte problemlos weiterlaufen.
Dann hatte ich noch ein sehr schönes Erfolgserlebnis so morgens um 10.00 Uhr, also nach 22 Stunden auf der Piste.  Erst dachte ich, ich hätte eine Fatamorgana, aber dafür war es nicht heiß genug!  Nächste Möglichkeit I have a dream!  Ein kurzer Punch on my head, widerlegte dies, also es war real! Na, dachte ich diesen „Astralbody“ kenne ich doch von Öjendorf, Teichweisen, Otterndorf, Hannover wo ich ihn schon des öfteren versägte.  Es war der Schrat von dem Teichwiesen der sich zu dieser Stunde unter die Spaziergänger begeben hatte.  Da hatte ich wieder ein Ziel, dem TW Doc noch eine Runde abzunehmen, was dann auch gelang.  Freundlich wie ich ja bin habe ich ihn dann mit „Guten Morgen!“ passiert.  Außer einem „Hey, Hey!“, konnte mir der Doc nichts mehr entgegen bringen und so genoss ich die Zurückeroberung einer Runde von dem „ehrenwerten“ Spaziergänger.  Kontern konnte er zu diesem Zeitpunkt nicht mehr, da fehlte offensichtlich die Power.  Dabei ist der Stier 9 Jahre younger than me.
Bei der letzten Runde war mir klar, dass ich meinen persönlichen Rekord überbieten würde. Hatte mich schon entschlossen, die letzten Meter nach Vorbild des TW Docs zu latschen.  Wäre da nicht Heini gewesen, hätte ich dies auch so umgesetzt.  „Helmuth“, ein Kilometer ist noch drin!“ Nach einer Blitzdiagnose meines Bodies war mir klar: kaputt bist du ja wirklich noch nicht, also lass dich nicht hängen und gib Gas! Diese Gedanken nach ca. 23.50 Stunden überraschen mich noch heute.   Bewundert habe ich mal wieder unsere Christel, die mit ihren 70 Lenzen immerhin noch 72 km hinlegte, dies trotz ihrer diversen gesundheitlichen Probleme, die sie bewältigen musste.
Von der Osnabrücker Marathon Gang kannte ich ja schon HaWa, Maria und Günter. Gerd J. trieb irgendwo anders sein Unwesen und mit Hannes lernte ich ein weiteres nettes Mitglied dieser Lauffreunde aus dem Osnabrücker Raum kennen.   Während der weibliche Teil von COSIBUL Runde um Runde drehte , war der männliche Teil damit beschäftigt alles unter Kontrolle zu halten und bildlich festzuhalten. Auch gab er immer wieder ein nettes anerkennendes Lob von Siggi, was man gerne hörte.
Punkt 12.00 Uhr am Sonntag dem 25.04.2010 kam dann das Signal und der Lauf war beendet.
Die Messung ergab bei mir 128,01 km was dann auch meine persönliche Bestleistung im 24 tundenlauf bedeutete. So erkämpfte ich mir von 81 Finnishern Platz 37 gesamt und AK 4.      Bleibt festzustellen, es war mein schwerster 24 Stundenlauf und mein schönster seit 2008.

Dem Veranstalter und dessen Team ist mein großer Dank auszusprechen, da wirklich alles perfekt abgelaufen ist.  Mit kleinen Problemchen wurden die auch locker fertig.  Gerade auch dies zeichnet einen guten Veranstalter aus.















Helmuth & Heini vor dem Start.








Heinz Helmuth Kohl 



                                                                                         












 

























 










































 










































 

092. Cuxhaven Marathon 11.04.2010
13.04.2010 22:38:31






Cuxhaven Marathon am 11.04.2010







von Heinz Helmuth Kohl







 Frühlingsanfang, was zieht man an zum Lauf? Kurz oder Lang, - ich hatte mich für die kurze Hose entschieden. War ich doch 2 Tage vorher mit meiner jüngsten Tochter Jasmin noch ein paar Kilometros hier bei uns am Deich gelaufen.  Sie zeigte ihre hübschen Beine in kurz, ich zeigte doch noch beeindruckt von der Temperatur, meine hü..... naja, so    ähnlich, Beine eingehüllt in eine Hose.  Kam ich mir vor wie so en alder Daddy in meiner long Hose.  Für Cuxland hatte ich mir dann auch kurz verschrieben.   War dann recht pünktlich vor Ort, was mir wieder einen sehr guten Parkplatz garantierte.   Es befand sich noch alles im Aufbau und so schlenderte ich erst einmal in Richtung Orga Point um meine Start Papers abzuholen.









Als ersten Bekannten und Clubkamerad lief mir da Franz S. über den Weg, mit dem ich schon Seite an Seite mit Türken Mike in Antalya kämpfte.

Wenig später konnte ich meine A-Team Partner Affenzahn begrüßen, somit war da A-Team auch hier mal wieder präsent.











Im Starterfeld konnte ich dann etliche Lauffreunde wieder erkennen. Darunter auch einige Ex Mitglieder wie the running dentist of Cuxland Abbi and his wife  Silvia sowie den allseits bekannten Porsche/Harley Günter = PG.








D e r   L a u f .








Grundsätzlich mag ich Winterläufe ja überhaupt nicht.   Hatte ich mir doch vorgestellt, es wäre heute etwas wärmer uns so lief ich in kurzer Hose.
Der Start war pünktlich um 11.00 Uhr und Abbi hatte Mühe einigen Läufern klar zu machen, dass da Helmuth Kohl läuft.   „Der heißt wirklich so!“, Abbis Kampf mit den "Ungläubigen". PG bestätigte das allerdings mit dem Hinweis: „Ja, Helmuth aber mit 2 H.“ Nun waren die Leutschen informiert mit wem sie da auf der Piste waren und es konnte losgehen.   Das A-Team hatte sich so aufgeteilt, dass Affenzahn vorne für "Ordnung" sorgte, während der Altkanzler das Schussfeld kritisch im Auge behielt. Geübt hatten wir das ja schon vor einer Woche an den Teichwiesen.
Porsche Günter übernahm die Rolle von Türken Mike 4 Wochen vorher und zog den Altkanzler locker am Anfang mit. Natürlich auch mit einigen netten Laufgesprächen ( was denn sonst!?)  Allerdings war auf Dauer das Tempo von PG für mich zu hoch. Dies teilte ich PG dann auch mit.
Porsche Günter verabschiedete sich dann auch ganz ordentlich mit: „Tschüss Helmuth, bis nachher!“ Das war okay und ich übergab mich so meinem Laufrhythmus. Irgendwo so bei ca. km 15 kam dann auch Peter das Wiesel an mir vorbei mit einem netten „Hallo Helmuth!“. Als ordentlicher Germane habe ich natürlich diesen Gruß höflich erwidert. Nach 10 km hatte ich 01:03 auf meiner Uhr, in Antalya 01:02 durch Mike. Hier in Cuxland durch Günter dem Harley Fan. Bei der Hälfte 02:22, das ließ Hoffnung aufkommen auf eine Sub 5.
In Runde 3 konnte ich tatsächlich gaaanz langsam wieder etwas aufschießen auf Peter das Wiesel. Doch beim Einlauf zur 4ten Runde war das Wiesel plötzlich verschwunden. So sind nun mal die Wiesel, halt eben sehr flink.
Das Wetter war alles andere als schön. Saukalter Wind von der Nordsee, besonders in der Grimmershörner Bucht. Spaß machte es echt nicht mehr, aber ich konnte dennoch problemlos durchlaufen und in 05:05:09 die Finnisherline überqueren. Viele wunderten sich darüber wie fit doch der "Altkanzer" mit immerhin „80 Lenzen“ noch ist!
Dennoch bin ich froh mal wieder einen Marathon näher an mein Ziel 100 Maras. gekommen zu sein und das auch wieder ohne Verletzungen die Number 92 im "Kasten" zu haben.








Helmuth, der Germane von der Elbe,

oder auch Altkanzler








However you like it.
HeKo.















 


















 









































 




















































 

















 

091. Ostermarathon an den Teichwiesen 04.04.2010
05.04.2010 21:18:22

Der Osterhase an den Teichwiesen am 04.04.2010








Von Heinz Helmuth Kohl








Hatte ich mich doch entschlossen am 04.04.2010 an dem Geburtstag meiner Schwester ihr zu liebe einen Marathon zu laufen. Ausgesucht hatte ich mir dafür den Teichwiesen Marathon beim Teichwiesen Doc..   Als Ersten vor Ort konnte ich unseren Affenzahn begrüßen, der noch etwas benommen vom Aalborg Brutal Marathon 2 Tage vorher auf mich wirkte.  Mathias Rohland wurde gratuliert zu seinem ersten gelaufenen, gewalkten Marathon an den Teichwiesen. Überhaupt habe ich großen Respekt vor Leuten wie Mathias die ihren wahrhaften inneren Schweinehund überwinden und das dann auch durchstehen. Sollte er mal ca. 30 kg wenige auf den Rippen haben, traue ich ihm auch einen Mara zu..








Der Teichwiesen Doc erschien ja fast pünklich + - 0 einbezogen und so konnten wir so gegen 09.30 Uhr an der „neuen Startlinie“ die ja nun den neuen Teichwiesen Ultra von 50 Km mit einbezieht starten. Pöbelte er mich doch tatsächlich an, weil ich mit meinem rechten dicken Zeh über der Startlinie stand. Sachen gibt’s, aber er ist ja echt pingelig! derDoc.


D e r   L a u f.








Hatte ich vom letzten Schnee,- und Eismarathon hier am 21.02.2010 in Erinnerung, so war das Heute schon alleine für das Auge schon einmal angenehmer. Ebenso auch von der Temperatur her schon eher angenehm. Irgendwelche zeitlichen Ambitionen habe ich eigentlich ja nie. Ich nehme es wie es kommt. Allerdings das ganz langsame Anlaufen bekommt mir irgendwie noch nicht so very








So legte ich in meinem Lauftempo gleich los und wurde gleich von Affenzahn höchst persönlich begleitet. Hey Altkanzler wo willst du den hin usw. so Affenzahn. Natürlich konnte ich ihn beruhigen, dass ich hier und Heute nicht vorhatte ihn zu versägen..








Affenzahn atmete erleichtert auf und war beruhigt. Weist du mir steckt noch der Aalborg Brutal Marathon vom Karfreitag in den Knochen und Heute lasse ich es ruhig angehen.








Das war Musik in den Ohren des Altkanzlers und wir trabten gemütlich dahin. Ja Thomas sagte ich dann, da habe ich ja Heute meinen Hasen bzw. Osterhasen hier an den Teichwiesen in Dir getroffen. In einem lockeren Laufgespräch konnte ich wieder mal viele nützliche Dinge von meinem „Hasen“ erfahren. In Runde 6 trafen wir auf die beiden Damen aus Kiel Rosi und Sina. Wenn man Sinas Alter bedenkt, kann man schon verstehen, dass sie auf die großen Sachen doch nicht mehr eine allzu große Meinung hat. Dies sollte man aber auch unbedingt respektieren. Es ist schon enorm was dies Lady auf 4 Pfoten geleistet hat!!.








Nach der 8ten Runde, also die Hälfte, am Verpflegungsstand hatte ich exakt 02:30 auf meiner Uhr. Das war sehr schnell für mich und ich wusste dass ich dieses Heute hier nicht halten konnte in der 2ten Hälfte.In der 9ten Runde meinte Affenzahn, wir müssten doch bald mal die Hottas Gang zu Gesicht bekommen. Bekamen wir auch gleich danach in dem Knick bei den Parkplätzen konnte ich Hottas und Co. sichten. Thomas die haben wir gleich triumphierte ich voreilig. Nun war ich fast auf 100 Meter an der Hottas Gang dran und es war nur eine Frage der Zeit wann ich sie versägen würde.. Aber ein dringendes menschliches flüssiges Bedürfnis war aus der „Bahn“. Als ich alles wieder „eingepackt“ hatte sah ich die Hottas Gang einfach nicht mehr. Ja wo sind se denn,- grübel, grübel. .








Meinen Trott lief ich weiter und ich beschloss mich nun die „endlosen“ Teichwiesenberge nicht mehr zu laufen sondern zu gehen. Number 91 sollte Heute in den Kasten and only this was importend for me today..








Natürlich grübelte ich weiter wo die Hottas Gang denn nun abgeblieben sei. Im Gebüsch sah ich auch keinen von denen.








Aus diesen Gedanken wurde ich jäh herausgerissen als ich Rosis Stimme hörte mit Helmuth du machst uns alle Heute glücklich da wir dich gleich versägen werden. Na von dieser Art eines Glückbringers hielt ich in dem Moment nicht viel. . Der TW Doc meinte dann noch freundlicher Weise, na Altkanzler dafür das du Gestern deinen 80sten gefeiert hast siehst du aber Heute noch recht gut aus. Das richtete mich wieder auf und nach dem ich dann noch einmal . recherchierte mit welchen Marathon/Ultra Größen ich hier und Heute auf der Piste war, waren alle meine Zweifel, über tun und lassen was Heute hier mache verflogen. So lief ich dann locker ohne Stress in 05:29:46 über die Ziellnie und wurde von Affenzahn stürmisch begrüßt. .und gratuliert. Beim Weg zu meiner Staatskarrosse kam mir dann noch der TW Doc, der mit Purna noch auf der Piste war für seine neue TW Disziplin 50km entgegen. War er doch verwundert, dass der geborene   (so Ultrajörg) Ultraaltkanzler Heute „nur“ einen TW Mara. lief. Dennoch konnte ich ihn trösten mit der Feststellung. alles zu seiner Zeit Christian..








Somit ging mal wieder ein schöner Teichwiesen Landschaftsmarathon zu Ende bei relativ guten Wetter.








Heinz Helmuth Kohl .






























 

089a. Öjendorfer Frühlingsmarathon 13.03.2010
04.04.2010 20:23:24
Öjendorfer „Frühlingsmarathon“ am 13.03.2010.











Von Heinz Helmuth Kohl  .






Nachdem ich eine Woche vorher in Antalya so schön von der Sonne verwöhnt wurde, aber nicht nur von der Sonne, fuhr ich dann an besagtem 13.03.2010 morgens um 07:00 Uhr in der „bitteren“ Kälte in Richtung Öjendorf. Nach der Streckenbeschreibung bzw. Zustand, getestet 2 Tage vor der Veranstaltung durch das Veranstalterteam war ich ja eigentlich so etwas mit gemischten Gefühlen auf der Reise nach Öjendorf in meiner Staatskarosse unterwegs. Dazu kam dann auch noch ein „schöner Regen“. Na ja dachte ich, mal sehen was da noch kommt. Meine Spikes hatte ich vorsichtshalber mitgenommen, nur so zur Sicherheit. In Öjendorf angekommen war dann vom Regen nichts mehr zu spüren, -erst mal. Erstaunlicher Weise waren doch recht viele Laufsüchtige dem Ruf des 100MC gefolgt. Besonders freue ich mich immer die beiden Damen aus Kiel einmal auf 2 Beinen, Rosi und einmal auf 4 Beinen Sina zu begrüßen. Als dann die obligatorische Begrüßungszeremonie beendet war gab dann Mario denn Lauf pünktlich um 09.00 Uhr frei.






Der Lauf.






Eigentlich war es ja gar nicht so schlimm. Teilweise waren noch Schnee und Eisfelder zu bewältigen und man lief doch schon mehrfach durch Matsch und aufgeweichten Boden. Allerdings wenn man die Null bei Georg 2x im Regen und Matsch „überlebt“ hat dann war Öjendorf an diesem besagten 13.03.2010 schon fast ein Spaziergang. Außerdem war die Zahl 13 an diesem Tag wohl meine spezielle Nummer . Habe in Assel die Hausnummer 13, es war der 13te und ich hatte auch noch die Startnummer 13. Das alles musste ja funktionieren.
Der Lauf war für mich eigentlich sehr schön und ich trabte so locker vor mich hin und hatte realy no problems in irgendeiner Form. Die Verpflegung war natürlich mal wieder nicht zu toppen und ich konnte dann in 05:26:19 finishen was auch noch in meine Hahn/Weber Zeit für das Ziel Marathon 60 passte.
Einige Laufkollegen gaben irgendwie entnervt auf, dass obwohl Nuller kampferfahren.
Einer ließ sich sogar ganz aus der Liste streichen als wenn er gar nicht da gewesen wäre......?
Nun ja jedem das Seine. Mir hat es jedenfalls trotz des Wetters gefallen, wobei ich dennoch sagen muss, hatten wir noch relativ Glück, kein Regen und es kam sogar manchmal die Sonne durch.
Alles in Allem wieder mal ein schöner Lauftag im Kreise der Clubkameraden/innen und die Nummer 89 auch im Kasten.

Heinz Helmuth Kohl


090a. 13.Holtenauer Geländemarathon am 27.03.2010
04.04.2010 19:57:32
13.Holtenauer Geländemarathon am 27.03.2010











Von Heinz Helmuth Kohl






Wie schon des öfteren, war auch mal wieder dieser Marathon eigentlich gar nicht in meiner Planung.  Dann habe ich den Organisator Siggi Schmitz in Antalya mal wieder am Ziel getroffen und auf seine Frage, ob ich denn keine Lust hätte bei ihm am 27.03.2010 den 13. Geländemarathon mit zu laufen, wollte ich ja erst einmal nicht zusagen.  Nun hatte Siggi ja so einen treuen Hundeblick aufgesetzt, dass ein Nein praktisch da nicht hin passte.  Außerdem ist der Siggi ja fast 2 Köpfe größer als der Altkanzler und meine Mutter hat mir beigebracht sich nicht mit Größeren anzulegen.  Nun wollte ich den Siggi da nicht länger leiden sehen und habe dann zugesagt. Versprechen soll man auch einhalten und so bin ich dann mit meinem mobilen Kanzleramt am Freitag nach Kiel Holtenau gedüst.  Siggi hat dann wirklich einen prima Platz für das mobile Kanzleramt freigehalten, nur der rote Teppich fehlte noch.  Gerade als ich anfing den Wohnwagen zu placieren fing es natürlich schön an zu regnen.  Aber was soll’s, man ist ja nicht aus Zucker:
Kurz darauf konnte ich dann Sigrid und Hajo, die auch schon gerade eingetroffen waren, begrüßen.  Laufgenosse Rene, Stefan Bichler und Affenzahn höchstpersönlich hatten den Weg von Neumünster nach Holtenau läuferisch unter die Fußsohlen genommen, so als kleiner „Warmmacher“ für den Geländemarathon am nächsten Tag.  So gegen 21.00 Uhr kamen sie dann eingetrudelt und wir saßen dann alle noch im Vereinslokal einige Zeit zusammen und klönten ein bisschen.
Nun da ja mein letzter Öjendorf Einsatz mein 89. Marathon/Ultra war, sollte das dann Heute am 27.03.2010 meine Number 90 sein.  Das Wetter zeigte sich von seiner hässlichen Seite und es goss in Strömen.  Mein Kanzleramt war ja 100 Pro wasserdicht und ich brauchte mir jedenfalls darüber keine Sorgen zu machen.  Regen auf dem Dach, da kann man ja eigentlich gut schlafen.  Aber was da herunter kam hatte mit Regen nicht zu tun.  Das schepperte und klang so als wenn 100 Raben oben sitzen und auf dem Dach rumdonnern würden.  Irgendwann entschloss ich mich dann doch in die „Heija“ zu hüpfen und konnte auch schnell einschlafen.  Gegen Morgen war es dann total ruhig geworden und sah für unser Laufvorhaben wirklich gut aus.
Gegen 07.00 Uhr kamen dann die ersten Laufsüchtigen angedüst und es wurden immer mehr.
So konnte ich dann Horst Preisler und auch Türken Mike , mit dem ich noch vor 3 Wochen an der Türkischen Riviera in der warmen Sonne kämpfte, begrüßen.
Nach der Startnummernausgabe gab es noch ein kleines Frühstück, Kaffee und belegte Brötchen, was will man mehr!? Was braucht man mehr!?






D e r  L a u f.






Es wurde in 2 Gruppen gestartet: Um 08.00 Uhr die etwas langsameren Läufer und um 09.00 Uhr dann die schellen Hirsche.  In Andenken an unseren kürzlich verstorbenen Clubkollegen und Freund Lothar Gehrke wurde eine Schweige-Gedenkminute eingelegt.  Pünktlich um 08.00 Uhr gingen wir dann auf die Reise.
Ein besonderes Highlight war für mich erst einmal festzustellen, dass all unsere über 1000 Marathons Riege vereint am Start stand.  Christian Hottas hatte ja eigentlich Heute etwas Größeres vor und wollte in Athen einen 48 Stundenlauf zelebrieren.  Wegen Problemen mit dem Zoll ect. hatte er dann seinen Flieger verpasst und sendete ein SOS nach Holtenau.  Siggi hatte ein Einsehen und schleuste ihn noch somit hinein.  Mit im Gepäck hatte der Teichwiesen Doc natürlich unseren blonden Engel Christine.  So kam es dann , dass alle 4 Tausender hier und Heute am Start waren.  Die Laufstrecke immer wieder zurück durch das Stadion als Rundkurs von 1.320,25 Metern war dann 32 Mal zu bewältigen.
An Laufprominenz hat es ja Heute wirklich nicht gefehlt.  So war sogar ein schwedischer Ultramarathon Veranstalter mit einem Topläufer auch dabei.  Nun habe ich mir mal, die Arbeit gemacht und die Marathons/Ultras zusammengezählt nur von den Leuten, die ich kenne.
Vom und Sturmvogel, Hajo , Horst Christian weiß ich ja die Stände persönlich.  Bei den anderen habe ich mir mit Hilfe der Jahresstatistik 2009 die Zähler herausgesucht.  So komme ich bei nur 20 mir bekannten Marathon/Ultraläufern auf die 10.260 Marathons!  Mit den anderen kommt man da locker auf 13.000 gelaufenen Marathons.  Also einem Otto Normalverbraucher darf man so etwas gar nicht erzählen.  Das begreift ja noch nicht einmal ein Normalläufer der brav 2 x die Woche seine 10 km dreht und ganz stolz darauf ist.
Zurück zum Lauf.
Infolge des Unwetters am Abend davor war natürlich die Laufstrecke teilweise ganz schön matschig und aufgeweicht.  Das hatte man dann drei mal, im Stadion 2 mal und dann noch so ein Stück Wiese auch ca. 100 Meter.  Ansonsten war die Strecke angenehm zu laufen.  Ich hatte mich entschlossen mein Angeber Shirt vom GMH Nuller anzuziehen was natürlich den Vorteil hatte , dass sich auch keiner verlaufen konnte da sie alle hinter mir her liefen!!.
Das sollte sich aber bald ändern!
Thorsten Themm war dieses Mal nicht von der Partie, dafür unterstützte er aber die Veranstaltung als Rundenzähler.  Er saß da mit Wollmütze, wie ein Hahn im Korb flankiert von 4 Damen.,  während wir mit den Naturgewalten kämpften.  Aber das habe ich ihm dann auch gegönnt, hatte er doch einmal wieder in Kienbaum beim 100 km Lauf eine beachtliche Leistung abgeliefert in 09:56:59.
Irgendwann kam dann unser türkischer deutscher Botschafter Mike mal wieder auf meine Höhe und meinte:  Helmuth weist du noch vor 3 Wochen in Antalya? Rechts das Meer, links und voraus die Berge, keine Wolken und ein strahlender Himmel – „Ja Mike, wenn ich die Augen schließe könnte ich mich ja an diesen Gedanken klammern, wenn das dann hier bloß nicht so nasskalt und rutschig wäre.“  So trabten wir weiter unserem Läuferschicksal ergeben. Dass Heute nicht mein bester Tag war, war mir schon seit längerem klar.  Wie oft mich der Sturmvogel und Hajo versägten weiß ich schon gar nicht mehr.  Der Teichwiesen Doc war ja voll Power, wollte er doch eigentlich Heute in Athen 48 Stunden laufen, also musste die aufgestaute Power irgendwo hin.  So tobte er sich hier aus und hat den kleinen Altkanzler 2 mal versägt, (Die Rache ist ihm sicher!).  Kalli Jost hatte ja länger ausgesetzt wegen Kniebeschwerden und kam auch auf einmal an mir „vorbeigehumpelt“. „Nun wollen wir hier mal wieder für Ordnung sorgen“ sagte er zu mir und setzte zum Versägmanöver an. „Ich denke du hast dein Knie kaputt, wieso kannst du denn heute wieder laufen?“, meine Frage. „Ist ja auch kaputt, habe jede Menge Schmerztabletten genommen mal sehen ob das geht“, so Kalli. „Aha!, da haben wir ihn ja, unseren Dopingsünder“, meine Antwort. „Sage das aber bloß keinem“, seine Antwort. „Ist doch klar, das bleibt unter uns Kalli.“
Gefühlsmäßig ging es mir eigentlich recht gut.  Die Verpflegung war ja auch Bestens aber bei diesem nasskalten und dann immer wieder diese Stopper durch den Schlamm, ne das war nicht das richtige für Helmuth.  Aaaber Heute wollte ich auf jeden Fall meine Number 90 mit nach Hause nehmen.  Allerdings als mich dann auch noch der Kaleu versägte, da fing ich dann doch ein weinig an zu grübeln, aber nur ein wenig.  Nicht dass ich Günter dass nicht gegönnt hätte, nein so fies ist der Altkanzler nicht.  Im Gegenteil, ich bewundere den Kaleu immer wieder, wie der durchhält und nie aufgibt.  Meinen Trott hatte ich sowieso nicht mehr vor zu verändern, 5 oder 10 Min. mehr oder weniger, was soll’s, ankommen Heute, ist alles. Gedanken an das kühle Erdinger und die heiße Dusche hielten mich aufrecht.  Schneller wurde ich bestimmt nicht mehr, also musste der Kaleu einen kleinen Getriebeschaden oder so etwas ähnliches haben.  Konnte ich doch tatsächlich ungewollt wieder Land zurückgewinnen. In Gedanken hatte ich nach meiner Rechnung schon 27 Runden, also 5 Rest. Anfrage meinerseits bei den netten Damen ergab: du hast noch 4 Runden.  Man kann sagen was man will, so etwas tut mich dann immer wieder beflügeln.  Jedenfalls wusste mein Body, es geht dem Ende zu.  Nur noch 4 Runden das ist doch ein Lacher und so trudelte ich dann tatsächlich noch im Ziel ein und war noch nicht einmal der Letzte.  Uwe C. stoppte dann auch eine 05:43:11 und dann bekam ich auch noch eine schöne Medaille von einem netten Mädchen umgehängt.
Eine Sub 5 war Heute für mich inpossible und 43 passte ja mit meiner Startnummer 43.
Die Kunst ist ja, in einer negativen oder schlechten Sache immer noch etwas Gutes zu sehen und zu finden.  Jedenfalls wieder schadlos einen Marathon im Sack sowie neue brauchbare Erkenntnisse gewonnen.
Die anschließende Dusche war natürlich eine Wohltat und dann ging es zum together meeting. um den Kalorienverlust wieder auszugleichen.  Es gab dann noch eine schöne Rede über Lothars Wirken und Schaffen zu seiner Lebzeit zum Wohle des Clubs und der anderen Läufer und die Erkenntnis, dass er leider viel zu früh zu seinem letzten Marathon gestartet ist.
Urkunden gab es dann auch vor Ort, richtig schön handgemacht noch von Siggi immer mit einem netten Spruch für Jeden, wie sich das auch für einen ordentlichen Veranstalter gehört. Auch wurden die ganzen Helfer einmal geehrt, denn was wären die Veranstaltungen ohne die Helfer!? Die meiste Arbeit haben die doch. Wir brauche ja nur zu laufen, - Gelle.

Nachdem ich mein Kanzleramt wieder vorschriftsmäßig an meine Staatskarosse angeschraubt und große Verabschiedung erledigt hatte, begab ich mich auf die Heimreise.

So ca 20 Minuten war ich schon auf der Autobahn Richtung Hamburg und tuckerte so schön gemütlich durch die Landschaft. Da brettert mit Gehupe, Blinken und Bremslicht usw. ein weißer Golf an mir vorbei und schiebt sich vor mich. Grübel, - Rocker oder Panker usw.??? Dann die Entschlüsselung  HH-JM  das kann nur Hajo, Sturmvogel und Laufgenosse sein. Mann, dachte ich so bei mir, da sitzen in dem kleinen Golf zusammen 3.500 gelaufene Marathons/Ultras

Jedenfalls hat sich die Reise nach Holtenau gelohnt, mal wieder mit vielen netten Laufverrückten zusammen gewesen.

Heinz Helmuth Kohl
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